Stahlindustrie

Thyssen vor Fusion optimistisch - trotz Bedenken der EU

Beim Industrieriesen Thyssenkrupp steigt die Zuversicht, die Fusion der Stahlsparten mit Tata wie geplant organisieren zu können. Grund zur Hoffnung ist ein Papier aus Brüssel, das offenbar anderen Signale sendet als im Fall Siemens und Alstom.

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Der deutsche Stahl-und Industriekonzern Thyssenkrupp rechnet trotz nachdrücklicher Bedenken der EU-Wettbewerbshüter mit einer Freigabe der Pläne für ein Stahl-Joint Venture mit Tata Steel. "Die EU-Kommission hat uns mittlerweile wie angekündigt ein sogenanntes 'Statement of Objections' übermittelt", teilte der Konzern mit.

Das Schreiben solle Grundlage für die weiteren Gespräche mit der Kommission sein. "Wir sind weiterhin zuversichtlich, dass wir die Transaktion im Frühjahr abschließen können." Dazu: Stahlfusion bei Thyssen und Tata: Das fordert Brüssel >>

Thyssenkrupp und Tata wollen den zweitgrößten Stahlkonzern Europas schmieden nach ArcelorMittal. Die EU-Kommission hatte bereits vor Monaten auf kritische Bereiche wie den Verpackungsstahl hingewiesen, wo sie den Wettbewerb gefährdet sieht, und Zugeständnisse gefordert. (reuters/apa/red)

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