Textilindustrie

Textilhersteller Burberry zerstört neue Ware, um die Marke zu schützen

Wenige Wochen, nachdem bekannt wurde, dass Amazon im industriellen Maßstab neue Waren schreddert, gibt auch der britische Textilhersteller Burberry zu, neuwertige Produkte mit einem Millionenvolumen zu zerstören - um am Markt einen künstliche Mengenbegrenzung zu erreichen.

Textilindustrie Amazon Strategie Umweltverschmutzung

Der britische Luxuskonzern Burberry hat im zurückliegenden Jahr unverkaufte Mode- und Kosmetikartikel im Wert von 28,6 Mio. Pfund (32,1 Mio. Euro) vernichtet, um seinen Markenwert zu schützen. Wie das für seine Regenmäntel und Karomuster bekannte Unternehmen am Donnerstag erklärte, verfügt es über "sorgfältige Verfahren, um die Menge an überschüssigen Lagerbeständen zu verringern".

Wenn die "Entsorgung" von Waren erforderlich sei, geschehe dies in "verantwortungsvoller Weise". Die Firma suche weiterhin nach Möglichkeiten, um ihren Abfall zu minimieren oder daraus neue Produkte herzustellen. Unter den zerstörten Waren waren demnach allein Kosmetikprodukte im Wert von 10,4 Millionen Pfund.

Burberry entstehen nach eigenen Angaben jedes Jahr durch gestohlene oder gefälschte und zu Discountpreisen verkaufte Markengüter große Verluste. Im Mai hatte das Modehaus für das Ende März abgeschlossene Geschäftsjahr 2017/18 einen Jahresüberschuss um zwei Prozent auf 294 Millionen Pfund bekannt gegeben. (afp/apa/red)

Verwandte tecfindr-Einträge