Ergebnisse

Teuerung bei Stahl und Aluminium setzt ZF Friedrichshafen unter Druck

Höhere Preise für Stahl und Aluminium und der schwache Dollar schlagen auf die Ergebnisse des Autozulieferers ZF Friedrichshafen durch. Zeitgleich meldet Konzernchef Scheider ein starkes organisches Umsatzwachstum.

Der schwache Dollar sowie höhere Stahl- und Aluminium-Preise machen dem Autozulieferer ZF Friedrichshafen zu schaffen. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) ging im ersten Halbjahr um 12 Prozent auf 1,06 Mrd. Euro zurück, teilte der Konzern mit.

Der Umsatz kletterte um knapp 2 Prozent auf 18,7 Mrd. Euro, ohne Währungseffekte und den Verkauf der Bediensysteme-Sparte wäre er um 8 Prozent gestiegen. "Das starke organische Umsatzwachstum zeigt, dass wir die richtigen Produkte für die weltweiten Märkte anbieten", sagte Vorstandschef Wolf-Henning Scheider. Der ehemalige Mahle-Manager hatte im Februar die Nachfolge von Stefan Sommer angetreten.

Kein einfaches zweites Halbjahr erwartet

Im zweiten Halbjahr erwartet ZF noch mehr Gegenwind. In Nordamerika und Asien werde die Pkw-Nachfrage schwächer werden, erklärte der Konzern vom Bodensee. Voraussichtlich lasse sich das aber im Nutzfahrzeug-Geschäft wettmachen.

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"Auch wenn der Wind - besonders durch Beeinträchtigungen des freien Handels - im zweiten Halbjahr etwas rauer werden könnte, bleiben wir bei unserer Prognose", sagte Finanzvorstand Konstantin Sauer. Der Umsatz soll im Gesamtjahr auf 36,5 (2017: 36,4) Milliarden Euro steigen, die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) auf 6 (6,4) Prozent sinken. Im ersten Halbjahr lag sie nur bei 5,7 Prozent.

Um das Wachstum anzukurbeln, suche ZF Friedrichshafen nach zusätzlichen Kompetenzen in Software und beim autonomen Fahren, auch durch Zukäufe. Ein eigenes Auto zu bauen, komme aber nicht in Frage. Einen neuen Anlauf zum Kauf des schwedischen Kupplungs-Herstellers Haldex schloss ZF am Montag aus. Für die Beteiligung von 17 Prozent würden alle Optionen geprüft. Die vor allem aus der Übernahme von TRW stammende Schuldenlast sei im ersten Halbjahr um 450 Millionen auf 5,9 Milliarden Euro abgebaut worden. (reuters/apa/red)

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