Papierindustrie

Tetra Pak muss in China Millionenstrafe zahlen

Wegen angeblichen Marktmissbrauchs muss der Verpackungshersteller Tetra Pak in China eine Millionenstrafe zahlen. Das Unternehmen ist seit dem Milchpulver-Skandal ins Visier der Behörden gerückt.

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Der schwedische Verpackungshersteller Tetra Pak muss in China eine Millionenstrafe zahlen. Das Unternehmen habe seine "dominante Stellung auf dem Markt" genutzt, um die Zusammenarbeit von Zulieferern mit Konkurrenten zu erschweren, teilte die chinesische Behörde für Handel und Industrie mit. Tetra Pak erklärte, sich stets an die Regeln gehalten zu haben.

Tetra Pak verzichtet auf Berufung

Das Unternehmen wollte gegen die Strafzahlung von 668 Mio. Yuan (90,76 Mio. Euro) aber auch nicht in Berufung gehen.

Tetra Pak stellt vor allem Verpackungen für Milch her. Die chinesischen Behörden hatten das Unternehmen im Jahr 2013 ins Visier genommen - dies stand im Zusammenhang mit Ermittlungen rund um den Skandal von verunreinigtem Milchpulver für Säuglinge.

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Tetra Pak ist nach eigenen Angaben seit 1972 in China vertreten. Der Verpackungshersteller betreibt in Shanghai ein Forschungszentrum und Fabriken in mehreren Städten. Weltweit arbeiten rund 23.600 Menschen für das Unternehmen. (APA/AFP/red)

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