Energiewende

Tesla nimmt weltgrößte Lithium-Ionen-Batterie in Betrieb

Der amerikanische Autobauer Tesla nimmt in Australien eine riesige Batterie aus Lithium-Ionen-Zellen in Betrieb. Die Anlage mit einer Gesamtleistung von 129 Megawatt speichert Strom aus einem Windpark.

In Australien hat das weltweit größte Batteriesystem zur Speicherung von erneuerbarer Energie den Betrieb aufgenommen. Die vom Elektroauto-Produzenten Tesla hergestellten Lithium-Ionen-Zellen mit einer Gesamtleistung von 129 Megawatt sind an einen Windpark angeschlossen.

"Bedeutender Moment für Erneuerbare"

Die Regierung des Bundesstaats South Australia lobte das Batteriesystem als "bedeutenden Moment für die erneuerbare Energie". Sein Bundesstaat sei nun führend auf dem Gebiet von regelbarer erneuerbarer Energie, sagte Regierungschef Jay Weatherhill. Tesla-Gründer Elon Musk hatte im Juli versprochen, die Batterie innerhalb von 100 Tagen herzustellen.

Gegen Gefahr von Blackouts

Im September vergangenen Jahres war nach einem Unwetter der Strom in South Australia ausgefallen. Der gesamte Landesteil mit 1,7 Millionen Einwohnern war für Tage vom nationalen Netz abgeschnitten. Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull hatte die Energiepolitik des Bundesstaats mit seinem Fokus auf erneuerbare Energien für den Blackout verantwortlich gemacht.

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Die Energie stellt das französische Unternehmen Neoen bereit, das den Windpark etwa 200 Kilometer nördlich von Adelaide betreibt. Mit der Batterie lassen sich im Fall eines Stromausfalls 30.000 Haushalte bis zu einer Stunde mit Strom versorgen. (dpa/apa/red)

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