Elektroautos

Tesla bleibt tiefrot - Aktienabsturz an der Börse

Die Geldgeber von Tesla sind große Verluste gewohnt - doch die jüngsten Zahlen schrecken sogar eingefleischte Optimisten ab. Mit dem jüngsten Aktienabsturz an der Börse hat Tesla allein heuer 20 Prozent an Wert verloren. Grund sind die weiter hohen Kosten beim Massenmodell "Model 3".

Hohe Kosten für Produktion und Auslieferung des Hoffnungsträgers Model 3 haben den US-Elektroautobauer Tesla im zweiten Quartal überraschend tief in die roten Zahlen gebracht. 408,3 Millionen Dollar (365,43 Mio. Euro) machte der Verlust aus, teilte die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk nach Börsenschluss mit. Im Vorjahreszeitraum waren es 717,5 Millionen gewesen.

Optimisten haben schon auf einen Gewinn gehofft

Die Erwartungen der Wall-Street-Analysten wurden damit weit verfehlt, zumal Optimisten sogar schon auf einen Gewinn gehofft hatten. Entsprechend schlecht kam der Geschäftsbericht bei den Anlegern an: Die Aktie stürzte nachbörslich um mehr als zehn Prozent ab. Seit Jahresbeginn ist der Kurs bereits um über 20 Prozent gefallen, obwohl es zuletzt eigentlich eine Weile wieder ziemlich steil bergauf gegangen war.

Umsatz steigt trotzdem massiv an

Tesla hatte die Börse zwar auf rote Zahlen eingestellt, doch mit so viel Verlust war nicht gerechnet worden. Auch der Umsatz konnte die Prognosen der Analysten nicht erfüllen - trotz eines starken Anstiegs um fast 60 Prozent im Jahresvergleich auf 6,4 Milliarden Dollar. Das Unternehmen kurbelt sein Geschäft mit dem ersten günstigeren E-Auto Model 3 seit einiger Zeit massiv an, was jedoch viel Geld kostet.

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Tesla bestätigt ambitioniertes Auslieferungsziel

Das Auslieferungsziel von 360.000 bis 400.000 Fahrzeugen im Gesamtjahr 2019 bestätigte Tesla, obwohl dies trotz eines Rekordwerts im zweiten Quartal sehr ambitioniert erscheint. "Wir arbeiten daran, unsere Auslieferungen zu erhöhen", schrieb Firmenchef Musk in einem Brief an die Aktionäre. In den ersten sechs Monaten hat Tesla lediglich knapp 160.000 Fahrzeuge an die Kundschaft gebracht, vor allem zu Jahresbeginn gab es große logistische Schwierigkeiten. (dpa/apa/red)

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