Automobilindustrie

Tesla-Aktionäre verpassen Konzernführung Dämpfer

Auf der jüngsten Aktionärsversammlung des US-Elektroautopioniers Tesla zeigt sich eine wachsende Unzufriedenheit der Aktionäre mit der Konzernführung.

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Die Unterstützung für eine nicht bindende Aktionärsresolution über das konzerninterne Zwangsschlichtungsverfahren zur Lösung von Beschwerden über Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz stieg bei der Jahreshauptversammlung auf 46 Prozent der abgegebenen Stimmen gegenüber 27 Prozent für einen ähnlichen Vorschlag 2020.

Weiter äußerte sich das Unternehmen nicht zum Votum der Aktionäre. Das Thema rückte stärker in den Mittelpunkt, nachdem ein US-Geschworenengericht vergangene Woche einem Tesla-Vertragnehmer wegen Rassismus am Arbeitsplatz 137 Millionen Dollar zugesprochen hatte.

Auch die beiden in diesem Jahr zur Wahl stehenden Direktoren mussten den eingereichten Unterlagen zufolge einen Dämpfer hinnehmen: James Murdoch und Kimbal Musk, der Bruder von Konzernchef Elon Musk, erhielten mit 70 beziehungsweise 80 Prozent der Stimmen weniger Unterstützung als im vergangenen Jahr. Die Direktoren großer US-Unternehmen können in der Regel auf eine mindestens 90-prozentige Zustimmung setzen. (apa)

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