Verkehr

Teilsperre der Wiener U2 von Ende Mai bis 2023

Die Wiener U-Bahn-Linie U2 wird ab dem 31. Mai zum Teil gesperrt - und dies für eine längere Zeit. So wird es bald keinen Betrieb mehr zwischen Schottentor und Karlsplatz geben. Es starten auch die Bauarbeiten für die neue vollautomatische U5.

Die Wiener U-Bahn-Linie U2 wird ab dem 31. Mai zum Teil gesperrt - und dies für eine längere Zeit: Die lila Linie wird dann bis Herbst 2023 nur mehr zwischen den Stationen Seestadt und Schottentor unterwegs sein. Der Betrieb zwischen Schottentor und Karlsplatz wird eingestellt. Grund sind die umfangreichen Arbeiten für die Errichtung des Linienkreuzes U2/U5. Das teilte der Geschäftsführer der Wiener Linien, Günter Steinbauer, mit.

Auf der demnächst gesperrten Strecke wird künftig die U5 fahren, die ab 2026 in der ersten Ausbaustufe den Karlsplatz und den Frankhplatz verbindet. Der Abschnitt wird unter anderem mit Glaswänden und -türen am Bahnsteig ausgestattet, da die U5 vollautomatisch - also ohne Fahrpersonal - betrieben wird. Während der Teilsperre wird es ein Ersatzangebot geben: Die Linie "U2Z". Es handelt sich dabei um eine zusätzliche Straßenbahn am Ring.

Die Betriebsumstellung wird das ganze letzte Mai-Wochenende in Anspruch nehmen. Die U2 muss genaugenommen sogar schon ab 28. Mai pausieren. Aus technischen Gründen wird dabei für drei Tage auch der Betrieb zwischen Schottentor und Praterstern eingestellt. Ab 31. Mai tritt dann die langfristige Teilsperre zwischen Schottentor und Karlsplatz in Kraft.

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Um den Kapazitätsverlust während der langen Auszeit auszugleichen, wird es nicht nur die neue Ring-Linie geben, sondern auch die U1 wird zu den Hauptverkehrszeiten verstärkt, verspricht man. Die Zusatz-Bim wird laut Steinbauer dafür sorgen, dass in Spitzenzeiten nur eine Minute auf die nächste Straßenbahn gewartet werden muss.

Umbau in den Stationen Rathaus, Volkstheater, MQ und Karlsplatz

Der Umbau der U2-Teiltrasse wäre bei laufendem Betrieb nicht möglich gewesen, hieß es heute. Errichtet werden in den Stationen Rathaus, Volkstheater, Museumsquartier und Karlsplatz insgesamt 144 Bahnsteigtüren und rund 16.000 Quadratmeter Glasflächen. Die Türen öffnen sich nur, wenn ein Zug in der Station steht. Auswirkungen auf den Betrieb etwa durch Gegenstände, die auf die Gleise fallen, wird es dann nicht mehr geben, betonte Steinbauer. Auch neue Aufzüge und Rolltreppen werden in dem Bereich eingebaut.

Die U2 wird nach der Ende der Sperre noch einmal auf ihre "alte" Teilstrecke zurückkehren - also die völlig neu gestalteten, eigentlich für die U5 modernisierten Stationen nutzen. Ab 2026 kommt es überhaupt zu einer Premiere für Wien: Zu einem Mischbetrieb der U-Bahn. Denn auch die türkise Linie U5 wird dann neben der U2 diesen Abschnitt befahren.

Der Parallelverkehr wird laut derzeitigem Stand 2028 enden. Die U2 wird dann beim Rathaus abzweigen und den Matzleinsdorfer Platz ansteuern - über die neuen Haltestellen Neubaugasse, Pilgramgasse und Reinprechtsdorfer Straße. (apa/red)