Stahlindustrie

Tata Steel will Kapazitäten massiv ausbauen - in Indien

Tata Steel wirft Papiere im Wert von 1,7 Milliarden Euro auf den Markt. Mit dem Geld wollen die Inder noch mehr Kapazitäten in der Stahlproduktion - in Indien. Gleichzeitig gehen in Deutschland bei Thyssenkrupp die Proteste wegen befürchteter Kündigungen weiter.

Der indische Stahlkonzern Tata Steel will sich von seinen Aktionären frisches Geld in Milliardenhöhe besorgen. Das Unternehmen wolle neue Aktien im Wert von 128 Milliarden indischen Rupien (rund 1,7 Milliarden Euro) an seine bisherigen Anteilseigner ausgeben, teilte der Konzern in Mumbai mit.

Mehr Kapazitäten für die Autoindustrie in Indien

Zudem kündigte Tata an, seine Kapazität bei der Produktion von Autostahl und in anderen Segmenten auszubauen. Dazu will das Unternehmen auch neue Kredite aufnehmen. Allein der Kapazitätsausbau im Tata-Werk in Kalinganagar soll den Angaben zufolge 235 Milliarden Rupien kosten.

Deutsche Mitarbeiter rechnen mit tausenden Kündigungen

Sein Stahlgeschäft in Europa will Tata mit der Stahlsparte des deutschen Industriekonzerns Thyssenkrupp zusammenlegen.

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IG Metall und Betriebsräte laufen aber seit Monaten Sturm gegen das Vorhaben. Sie befürchten bei einer Fusion der bisherigen Konkurrenten den Abbau von deutlich mehr als 2.000 Jobs in Deutschland. 

Die Beschäftigten üben auch massive Kritik an der geplanten Verlegung der Konzernzentrale des traditionsreichen deutschen Industrieriesen aus dem Ruhrgebiet in die Niederlande. (dpa/apa/red)

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