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Talfahrt des deutschen Industrieriesen Bilfinger geht weiter

Der angeschlagene deutsche Industriedienstleister Bilfinger hat im ersten Quartal wieder einen Verlust gemacht. Ein Grund dafür ist die schwache Nachfrage nach Produktionsanlagen. Damit hält die Talfahrt des einstigen Bauriesen seit vier Jahren an.

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Der angeschlagene Industriedienstleister Bilfinger hat im ersten Quartal wegen schwacher Nachfrage nach neuen Produktionsanlagen erneut einen Verlust gemacht. Von Januar bis März habe sich das operative Minus etwa wie im Vorjahr auf 14 Mio. Euro belaufen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Umsatz schrumpfte um 8 Prozent auf 958 Mio. Euro.

In derselben Größenordnung fiel der Auftragseingang, dieser werde im Gesamtjahr jedoch organisch wachsen, wie der Mannheimer Konzern bekräftigte. "Wir gehen den Weg zu nachhaltig profitablem Wachstum Schritt für Schritt", erklärte Vorstandschef Tom Blades.

Talfahrt des einstigen Bauriesen hält seit vier Jahren an

Der Brite will die seit rund vier Jahren anhaltende Talfahrt des Traditionsunternehmens stoppen. Weitere kriselnde Unternehmensteile sollen verkauft werden. Das verbleibende Geschäft hat Blades umstrukturiert, zudem will er Verwaltungskosten durch Personalabbau senken. Auch hält sich Bilfinger von riskanten Projekten im Öl- und Gassektor oder der Industrie fern. Blades erklärte, der Konzern komme mit der Stabilisierung gut voran.

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Der Nettoverlust schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 55 von 80 Mio. Euro. Trotz eines höheren Auftragseingangs erwartet Bilfinger einen Rückgang des Umsatzes um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz. Die operative Rendite soll von 0,7 Prozent 2016 um einen Prozentpunkt klettern. Wachstum versprach Blades ab dem kommenden Jahr. (reuters/apa/red)

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