Verkauf

Syngenta will mit Sparten-Verkauf Anleger kalmieren

Der Schweizer Agrarchemiekonzern Syngenta, dessen Entwicklung in letzter Zeit von Anlegerseite verschiedentlich kritisiert worden ist, will nun schnell Mehrwert für seine Aktionäre schaffen. Deshalb wird der Verkauf des Geschäfts mit Gemüsesaatgut angestrebt.

Chemische Industrie Agrar Syngenta

Dieses branchenführende, margenstarke Geschäft verfüge über eine starke weltweite Präsenz und ein breites Sortiment, hieß es dazu in einer Aussendung. Syngenta rechnet damit, dass es daher bei potenziellen Käufern auf beträchtliches Interesse stoßen dürfte. Der Verkauf des Gemüsesaatgutgeschäfts ist eine der Maßnahmen, mit der wie früher angekündigt die Profitabilität des Unternehmens gesteigert werden soll. Syngenta ist weltweit gesehen besonders stark bei der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Pflanzenschutzmittel. Das Saatgutgeschäft dagegen ist im Vergleich zur Konkurrenz weniger bedeutend. Der Basler Konzern hat deshalb unlängst auch schon den Verkauf des kleinen Geschäftsfeld Blumensaatgut und -setzlinge angekündigt.

Der Verkauf von Geschäftsfeldern ist indes nicht die einzige Maßnahme, mit der unzufriedene Aktionäre besänftigt werden sollen. In der Mitteilung wurde auch ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von zwei Milliarden Dollar angekündigt. Der Agrarchemiekonzern steht nach Einschätzung von Analysten generell unter Erfolgsdruck, insbesondere nachdem er sich erfolgreich gegen eine Übernahme durch den US-amerikanischen Konkurrenten Monsanto gestellt hat. (apa/sda)