Portrait

Sylvia Bardach: „Du musst als Frau die Weichmacher aus der Sprache rausbekommen“

Sylvia Bardach motivierte ihren Mann Hannes, Frequentis zu übernehmen – mit dem Versprechen, ihm für Vision und Innovation den Rücken freizuhalten. Ein Portrait über eine der wichtigsten Frau des Jahres.

Frequentis Managerinnen-Ranking Frauen im Management Sylvia Bardach

Name: Sylvia Bardach
Unternehmen: Frequentis AG
Funktion: Vorstand
Alter: 56
Besonderheit: lernte, ihre Sprache der Wirtschaft anzupassen

„Mit 13 habe ich beschlossen, einen kaufmännischen Beruf wie etwa Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer einzuschlagen. Und ich habe mir gewünscht, einen Unternehmer zu heiraten“, sagt Sylvia Bardach. Der Plan und der Wunsch haben sich erfüllt. 1996 haben Sylvia Bardach und ihr Mann Hannes den Funkanlagenhersteller Frequentis (damals ein Kleinunternehmen mit 45 Mitarbeitern und 2,9 Millionen Euro Umsatz, heute Weltmarktführer für sichere Kommunikationsnetze) mit einer klaren Aufgabenteilung übernommen: „Ich kümmere mich um den kaufmännischen Teil und er ist frei für Vision, Innovation und den technischen Part. So sind wir gestartet.“

Aus der eigenen Erfahrung heraus, Mutter zu sein und damit eine Führungsrolle zu vereinbaren, war es für Sylvia Bardach wichtig, ein familienfreundliches Unternehmen zu schaffen. So können etwa Mitarbeiter in Notsituationen ihren Nachwuchs mit zur Arbeit nehmen, in den Sommerferien bietet das Unternehmen zwei Wochen Kinderbetreuung. Was sie außerdem im Laufe der Zeit als Frau in der Wirtschaft gelernt hat: „Du musst als Frau die Weichmacher aus der Sprache rausbekommen, denn die Wirtschaft spricht eine klare Sprache.“

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