Strategie

Swarovski mit gutem Umsatz aber Stellenabbau

Gleichzeitig mit der Ankündigung des Personalabbaus gab Swarovski bekannt, dass der Kristallbereich heuer zweistellige Umsatzzuwächse verzeichne. Der Konzern sprach zudem von einer Fortsetzung der "Neuausrichtung", um "dem Abschmelzen eines wesentlichen Vertriebskanals im Firmenkundengeschäft" Rechnung zu tragen.

Glasindustrie Swarovski Stellenabbau Standort Top-250 Unternehmen

Der Kristallkonzern baut an seinem Stammsitz im Tiroler Wattens 200 Mitarbeiter ab. "Aufgrund des Volumenrückgangs und des daraus resultierenden Kostendrucks" müsse der Personalstand "angepasst" werden, so die Informationen. Die Mitarbeiter seien bereits informiert worden. Die Maßnahmen seien mit den Arbeitnehmervertretern abgestimmt worden und sollen in erster Linie über natürliche Fluktuation abgefedert werden. Darüber hinaus setze das Unternehmen auf sozialverträgliche Lösungen im Rahmen der bestehenden Swarovski-Arbeitsstiftung.

Das Unternehmen gab aber gleichzeitig ein "klares Bekenntnis" zum Standort Wattens ab. Swarovski stehe fest zu Wattens als "wichtigsten Produktionsstandort und Zentrum für Innovation". In den nächsten drei Jahren seien mit mehr als 90 Millionen Euro "massive Investitionen" vorgesehen. Die Innovations- und Technologiekompetenz soll in Wattens konzentriert werden.

Das Komponentengeschäft sei darüber hinaus weiterhin mit sich verändernden Marktrealitäten konfrontiert und setze den strategischen Umbau fort. Im Zuge dieses strategischen Umbaus des Komponentengeschäfts solle künftig verstärkt in kundennahe Dienstleistungen, Innovation und Neugeschäfte investiert werden. (apa)