Maschinenbau

Studie: Roboter könnten 2030 ein Viertel der Arbeit erledigen

Gerade für hochentwickelte Industrieländer wie Österreich oder Deutschland hat die Automatisierung weitreichende Folgen. Bis 2030 verliert jeder dritte Beschäftigte seinen Job, heißt es bei der Unternehmensberatung McKinsey.

In Deutschland könnte einem Medienbericht zufolge bis 2030 fast ein Viertel der Arbeit durch Roboter erledigt werden. Die Automatisierung habe für Deutschland besonders große Folgen, weil das höhere Lohnniveau besondere Anreize biete, Arbeitskräfte durch Maschinen zu ersetzen, so der "Spiegel" unter Berufung auf eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey.

Deutschland: Bis zu zwölf Millionen Arbeitsplätze bedroht

Zwischen drei und zwölf Millionen Beschäftigte müssten sich dann einen neuen Job suchen. Das wären bis zu einem Drittel aller Arbeitskräfte. Betroffen wären vor allem Sachbearbeiter, aber auch Schlosser oder Köche. Allerdings wird das Arbeitskräftepotenzial den Experten zufolge wegen des demografischen Wandels bis dahin voraussichtlich um drei Millionen sinken.

Zu einem vergleichbaren Ergebnis kommen die Berechnungen der Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group. Demnach vernichtet der technische Wandel in Deutschland bis 2025 fast acht Millionen Arbeitsplätze, wie die Zeitung "Die Welt" hier berichtet. Die Studie trägt den Titel "Schöne neue Arbeitswelt 4.0? Was wir tun müssen, damit uns die Arbeit nicht ausgeht".

Keineswegs nur gering Qualifizierte - sondern vor allem Fachkräfte

Bemerkenswert darin eine zentrale Aussage, die den gängigen Vorstellungen widerspricht, wonach die Digitalisierung vor allem geringqualifizierte Berufe bedroht.

Das Gegenteil ist wahr, heißt es von der Boston Consulting Group: Satte 67 Prozent der Betroffenen seien gut ausgebildete Fachkräfte und echte Experten auf ihrem Gebiet.

Jobs in der Fertigung

Am stärksten seien demnach die Auswirkungen im Bereich der Fertigung. Stark ist der Effekt der Digitalisierung aber auch in Verwaltung, Verkehr, Handel und Logistik.

Sollten Millionen Menschen ihre Arbeit verlieren, wären die Kosten für die sozialen Systeme enorm. Gleichzeitig hänge vieles davon ab, wie die Digitalisierung gesteuert werde, so die Autoren. (red/reuters/apa)