Klimawandel

Studie: Klimawandel gefährdet ein Fünftel der Industriegewinne

Der Klimawandel wird auch auf die Gewinne der weltweit tätigen Industriekonzerne massive Auswirkungen haben, so die Berechnung des Londoner Vermögensverwalter Schroders. Bau und Stahlindustrie seien am stärksten betroffen.

Der Klimawandel wird auch auf die Wirtschaft massive Auswirkungen haben. Gut 20 Prozent der von globalen Unternehmen erwirtschafteten Gewinne seien gefährdet, erwartet der britische Vermögensverwalter Schroders. Denn um die Klimaschutzziele des Pariser Abkommens erreichen zu können, müssen die Preise für Emissionsrechte weiter enorm ansteigen.

Bau, Stahl und Grundstoffindustrie: 80 Prozent der Gewinne gefährdet

In den am stärksten betroffenen Branchen, darunter der Bausektor, die Stahl- und Grundstoffindustrie, könnten die Gewinne sogar um bis zu 80 Prozent einbrechen. Mit einer eigens entwickelten Kennzahl "Carbon Value at Risk" (Carbon VaR) will die Fondsgesellschaft Schroders die Anleger über die erwarteten Auswirkungen aufklären. Investoren sollen so die Risiken steigender Kohlenstoffpreise für die jeweiligen Unternehmen und Branchen besser einschätzen können.

Preis für Emissionsrechte muss von vier auf hundert Dollar je Tonne steigen

Die Experten von Schroders gehen laut einer Aussendung davon aus, dass der Preis für Emissionsrechte - sollte der weltweite Temperaturanstieg auf die in Paris vereinbarten 2 Grad Celsius begrenzt bleiben - von derzeit weniger als fünf US-Dollar (4,18 Euro) pro Tonne auf mehr als 100 Dollar pro Tonne steigen müsste, um den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) im gewünschten Ausmaß zu reduzieren. (APA/red)

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