Kfz-Industrie

Streit um Mercedes: Französisches Gericht greift durch

Daimler kann sich über einen Etappensieg im Streit im Klimaanlagen-Kältemittel freuen. Ein französisches Gericht hat jetzt den von Frankreich verhängten Zulassungsstopp für Mercedes-Autos beendet. Der Streit eskalierte zuletzt bis hinauf nach Brüssel und Berlin.

Automobilindustrie

Etappensieg für Daimler im Streit um das Klimaanlagen-Kältemittel: Das Verwaltungsgericht im französischen Versailles hat den von Frankreich verhängten Zulassungsstopp für einige Baureihen von Mercedes-Benz ausgesetzt. Dies erklärte ein Gerichtsvertreter am Donnerstag.

Die Regierung in Paris, die den Zulassungsstopp mit Wirkung zum 13. Juni für die neuen Mercedes-Benz-Modelle der kompakten A- und B- sowie für den Sportwagen SL verhängt hatte, werde binnen zehn Tagen entscheiden, ob die Blockade weiter verfolgt wird.

Daimler weigert sich weiter

Wie mehrfach berichtet, beruft sich Frankreich auf eine seit Jahresanfang gültige EU-Richtlinie zum Klimaschutz, die die Nutzung des klimaschädlichen Kältemittels R134a für bestimmte Autos untersagt. Diese Regelung galt ursprünglich unter anderem für die Modelle von Mercedes.

Daimler weigert sich aber wegen Sicherheitsbedenken, das EU-konforme und klimaschonendere Kältemittel R1234yf in die Fahrzeuge einzufüllen. Für die weitere Nutzung von R134a besorgte sich Daimler nachträglich eine Genehmigung vom Kraftfahrtbundesamt, die die französischen Behörden aber nicht anerkannten und die Zulassung der Neuwagen verweigerten. (dpa/apa/pm)

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