Autoindustrie

Streit um Kündigungen: Daimler verspricht Betriebsrat einen Milliardenfonds

Der Stuttgarter Autobauer Daimler will den Streit um Personalabbau in Deutschland mit einem milliardenschweren Transformationsfonds entschärfen.

Der Stuttgarter Autobauer Daimler will den Streit um Personalabbau in Deutschland mit einem milliardenschweren Transformationsfonds entschärfen. Management und Betriebsrat einigten sich am Donnerstag darauf, dass der Konzern für die kommenden fünf Jahre 1 Mrd. Euro für die Beschäftigungssicherung in Deutschland und die Förderung von Zukunftstechnologien bereitstellt.

Zudem gab der Aufsichtsrat dem Vorstandschef Ola Källenius grünes Licht für sein 70 Milliarden Euro schweres Investitionspaket. Der Löwenanteil entfällt auf die von der Pkw-Tochter Mercedes-Benz bereits im Oktober vorgestellten Pläne.

"Nach kontroversen Diskussionen in den vergangenen Wochen haben wir erreicht, dass zusätzlich zum Daimler-Investitionsplan ein Transformationsfonds in Höhe von einer Milliarde Euro eingerichtet wird", stellte Betriebsratschef Michael Brecht fest. Damit könnten die Werke in Deutschland auf neue Technologien und Produkte eingerichtet werden. "Das sichert Beschäftigung und Know-how", erklärte Brecht.

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Für Elektrifizierung und Digitalisierung will Daimler von 2021 bis 2025 zudem mehr als 70 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung sowie in Sachanlagen investieren. Das betrifft neben Mercedes-Benz Pkw auch das Lkw-Geschäft. Daimler Trucks werde damit in der Lage sein, die Pläne für einen emissionsfreien Transport zu beschleunigen.

Zuvor hatte Daimler den ehemalige BMW- und Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder als Nachfolger des scheidenden Aufsichtsratschefs Manfred Bischoff in Stellung gebracht. (reuters/apa/red)