Stahlindustrie

Strafzölle auf Stahl: Salzgitter bestätigt Zahlungen an die USA

Der deutsche Stahlriese Salzgitter hat die Zahlung von amerikanischen Strafzöllen auf Grobblech bestätigt. Nach Ansicht der Behörden in den USA hat der Konzern seine Produkte unter Herstellungskosten verkauft.

Im US-Anti-Dumpingverfahren gegen deutsche und andere europäische Stahlunternehmen hat der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller Salzgitter die Zahlung von Strafzöllen bestätigt.

Seit Ende März rechtskräftig

"Das ist seit dem 30. März rechtskräftig, und unser Produkt Grobblech wird seitdem mit Strafzöllen von 22,9 Prozent belegt", sagte Konzernsprecher Bernhard Kleinermann in Salzgitter im Bundesland Niedersachsen. Sie würden aber nicht rückwirkend erhoben, betonte er. Der Konzern wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe erneut entschieden zurück. Das US-Geschäft trägt sechs Prozent zum Umsatz des Stahlkochers bei.

Harte Vorwürfe Washingtons

Eine Kommission soll am 15. Mai noch separat befinden, ob durch die vorgeworfenen Dumpingpraktiken eine Schädigung entstanden ist. Salzgitter soll Waren unter den Herstellungskosten verkauft haben, so der Vorwurf. Die Regierung geht von Dumping aus, wenn Produkte unterm "fairen Wert" verkauft werden. Washington sieht ihre Vorwürfe gegen mehrere ausländische Stahlproduzenten bestätigt, darunter auch die Dillinger Hütte und den Linzer Industriekonzern Voestalpine.

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Beim Anti-Dumping-Verfahren geht es um Grobblech, mit dem ein eigenes Salzgitter-Rohrwerk in den USA versorgt wird. Kleine Mengen seien auch außerhalb dieses Werks in den USA verkauft worden, so das Unternehmen. Gegenstand der Untersuchung waren Produktlieferungen von rund 200.000 Tonnen. (dpa/apa/red)
 

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