Stahlhandel

Strafzölle auf Billigstahl - Europäer können sich nicht einigen

Laut Eingeweihten konnten sich die Regierungen der Staaten der EU nicht auf neue Strafzölle gegen Billigstahl aus Brasilien, dem Iran, der Ukraine und Russland einigen. Geplant waren Zölle von bis zu 33 Prozent für Warmbreitbandstahl.

Die Regierungen der EU-Staaten haben sich Insidern zufolge nicht auf Strafzölle gegen Stahlimporte aus Brasilien, dem Iran, der Ukraine und Russland geeinigt. Einigen seien die Zölle zu niedrig, anderen zu hoch gewesen, sagten die EU-Insider.

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Die EU-Kommission hatte Zölle von bis zu 33 Prozent für Lieferungen des so genannten Warmbreitbands geplant, das etwa in der Bauindustrie oder im Maschinenbau verwendet wird. Zu den Herstellern in Deutschland gehören Thyssenkrupp und Salzgitter.

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Die Aufschläge sollten entfallen, wenn der Stahl zu einem Minimumpreis von 472,27 Euro je Tonne geliefert wird. Diesen Vorschlag lehnte der Europäische Stahlverband Eurofer ab, der gegen die Importe Front gemacht hatte. (reuters/apa/red)

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