Bauindustrie

Strabag hat die Bauproduktion massiv gesteigert

Österreichs größter Baukonzern meldet für das Vorjahr eine um acht Prozent gestiegene Produktionsleistung. Auch der Auftragsbestand legte stark zu. Wichtige Faktoren sind unter anderem der Straßenbau in Deutschland sowie mehrere Ingenieurbauprojekte in Österreich.

Österreichs größter Baukonzern ist 2017 weiter gewachsen. Die Bauproduktion erhöhte sich gegenüber dem Jahr davor um 8 Prozent von 13,5 auf 14,6 Mrd. Euro, wie das Unternehmen mitteilt. Der Auftragspolster vergrößerte sich im Jahresabstand von 14,8 auf 16,6 Mrd. Euro - ein Plus von 12 Prozent.

Deutscher Straßenbau als Treiber

"Mit einer Rekordleistung schließen wir das Jahr, mit einem Rekordauftragsbestand gehen wir in das neue. Die Zeichen stehen auf eine unverändert starke Nachfrage in fast all unseren Kernmärkten", ist Strabag-Chef Thomas Birtel auch für die Zukunft zuversichtlich.

Die höhere Leistung im abgelaufenen Jahr verdankt die Strabag den Angaben zufolge vor allem dem deutschen Verkehrswegebau und einer Reihe von mittelgroßen Hoch- und Ingenieurbauprojekten in Österreich. Doch auch in den zentral- und osteuropäischen Kernmärkten des Konzerns machte das Unternehmen bessere Geschäfte.

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Den Auftragsbestand weiteten 2017 insbesondere zahlreiche Großaufträge im Verkehrswegebau in Ungarn und Polen sowie Hoch- und Ingenieurbauprojekte in Deutschland und in Asien aus. In Italien, Rumänien und Dänemark wiederum verkleinerte sich das Ordervolumen.

Für heuer vorsichtig optimistisch

Für 2018 gibt sich das Management vorsichtig optimistisch: Der hohe Auftragsbestand lasse "eine erneut positive Entwicklung bei der Leistung" erwarten - konkret rechnet der Vorstand laut Eigenangaben hier mit einem Anstieg von 3 Prozent auf 15 Mrd. Euro, also mit einem gegenüber dem Vorjahr doch stark gebremsten Wachstum. Die Zielgröße für die EBIT-Marge, also die Relation des Gewinns vor Zinsen und Steuern zum Umsatz, liege wie schon in den beiden Jahren davor, bei "mindestens 3 Prozent".

In beinahe allen Märkten des Konzerns werde von einer "zumindest stabilen, bisweilen leicht ansteigenden Nachfrage", ausgegangen. Die Hauptmärkte sind Deutschland, Österreich und Polen. Diese bewegten sich "bereits auf einem hohen Niveau". Die Nettoinvestitionen sollen "über dem geplanten Vorjahreswert von 450 Mio. Euro" zu liegen kommen.

Der Bauriese beschäftigte im abgelaufenen Jahr weltweit 72.904 Mitarbeiter - um 1.065 mehr als im Jahr davor (71.839), ein Plus von 1 Prozent). (apa/red)

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