Konjunktur

Stimmung der Exporteure in Deutschland sinkt

Nach der Umfrage des Münchner ifo-Instituts unter 2.300 Unternehmen ist die Stimmung der deutschen Exporteure auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren gesunken. Die abkühlende Weltkonjunktur hinterlässt ihre Spuren, und besonders in der Autoindustrie sind die Aussichten trüb.

Industriekonjunktur Deutschland Außenhandel Ifo Clemens Fuest

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren ist wegen der schwachen Weltwirtschaft so schlecht wie seit sechseinhalb Jahren nicht mehr. Das Barometer für die Exporterwartungen fiel von 7,2 Zählern im Februar auf 1,4 Punkte im März, wie das Münchner ifo-Institut zu seiner Umfrage unter 2.300 Unternehmen mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit Oktober 2012. "Die abkühlende Weltkonjunktur macht der deutschen Exportindustrie zu schaffen", sagte ifo-Präsident Clemens Fuest.

Exportrückgänge in der Autoindustrie - chemische Industrie gut aufgestellt

Besonders in der Autoindustrie sind die Aussichten trüb. "Es werden Exportrückgänge erwartet", sagte Fuest. Ähnliches gelte für die Metallindustrie. Im Maschinenbau werden zwar keine Zuwächse mehr bei den Ausfuhren erwartet, aber auch keine Rückgänge. "Weiterhin gut aufgestellt im Auslandsgeschäft ist die chemische Industrie", sagte der ifo-Chef. "Sie sieht weiteren Aufträgen entgegen." Zuwächse erwarte auch die Elektroindustrie.

Der deutschen Industrie bläst der Wind derzeit kräftig ins Gesicht. Der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften USA und China schürt die Sorge vor einem weltweiten Abschwung. Hinzu kommt das Risiko eines harten Brexit, der den Warenverkehr empfindlich stören könnte: Großbritannien ist einer der wichtigsten Abnehmer von Produkten "Made in Germany". (reuters/apa/red)