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Themen: VfGH zur Vertreterpauschale und Verluste aus Fremdwährungskrediten

Mag. Roland Neugebauer Moore Stephens City Treuhand Steuer Steuertipp

VfGH zur Vertreterpauschale

Der Verfassungsgerichtshof hat die bisher geltende Ausnahme, dass von nichtselbstständigen Vertretern der Werbungskostenpauschbetrag nicht durch Kostenersätze gekürzt werden darf, die der Arbeitgeber steuerfrei ausbezahlt hat (z. B. Kilometergeld, Tages­- und Nächtigungs­gelder), aufgehoben.

Die Verordnung über die Aufstellung von Durchschnittsätzen sieht für bestimmte Berufsgruppen einen höheren Werbungskostenpauschbetrag als € 132 vor. Bei Vertretern beträgt dieser fünf Prozent der Bemessungsgrundlage, höchstens jedoch € 2.190. Die Bemessungsgrundlage sind die Bruttobezüge abzüglich der steuerfreien Bezüge und abzüglich der sonstigen Bezüge, soweit diese nicht wie ein laufender Bezug nach dem Lohnsteuertarif zu versteuern sind.

Verluste aus Fremdwährungskrediten

Der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) hat kürzlich die steuerliche Behandlung der Konvertierung von Fremdwährungskrediten klarge­stellt.

White Paper zum Thema

Entgegen der bisherigen Meinung der Finanzverwaltung und des Bundesfinanzgerichts (BFG) ist demnach der Verlust aus der Konvertierung eines betrieblichen Fremdwährungskredits in Euro zur Gänze von der Einkommensteuer-Bemessungsgrundlage absetzbar. Aufgrund dieser Erkenntnis dürfen Unternehmer Kursverluste aus Fremdwährungskrediten steuerlich ungekürzt verwerten. Das bedeutet aber auch, dass Gewinne aus der Konvertierung ebenfalls zur Gänze steuerlich zu berücksichtigen sind. Für private Fremdwährungskredite gilt dies allerdings nicht.