Zulieferindustrie

Stellenabbau bei Schaeffler - Auswirkungen bei Schaeffler Austria offen

Zulieferkonzern Schaeffler baut weltweit 950 Arbeitsplätze ab. Die Schließung von Werken sei nicht geplant, so Konzernchef Rosenfeld. Unklar ist derzeit, inwieweit die Pläne Schaeffler Austria betreffen - und ob überhaupt.

Der deutsche Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler will weltweit 950 Stellen abbauen. Etwa 450 davon befänden sich in Deutschland, teilte der Konzern in Herzogenaurach mit. Die Arbeitsplätze sollen in den kommenden drei Jahren im Zuge des Konzernumbaus wegfallen.

Konzernchef Rosenfeld: "Keine betriebsbedingten Kündigungen geplant"

"Betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen sind nicht geplant", sagte Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld in Deutschland. Der Abbau werde sozialverträglich gestaltet - durch natürliche Fluktuation, Altersteilzeit, Aufhebungsverträge oder die Vermittlung auf andere Posten. Welche Standorte bis 2021 betroffen seien, blieb zunächst offen. Aktuell dazu: Schaeffler: Keine betriebsbedingten Kündigungen >>

Der Schritt soll bis zu 60 Mio. Euro einsparen. Dem stünden einmalige Restrukturierungskosten in Höhe von 50 Mio. Euro gegenüber, hieß es. Mehr dazu: Konzernumbau von Schaeffler wird teuer >>

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Auswirkungen in Österreich noch offen

Es ist derzeit noch offen, ob auch bei Schaeffler Austria GmbH Arbeitsplätze gestrichen werden. Das sagte die hiesige Unternehmenssprecherin von Schaeffler Austria, Jasmin Ladinig, auf Anfrage. Es handle sich um ein langfristiges Konzept der deutschen Konzernmutter.

"Es ist offen ob Österreich überhaupt betroffen sein wird und wenn in welchem Ausmaß", sagte Ladinig. Etwaige Schritten würden bis 2021 umgesetzt.

Schaeffler Austria GmbH hat ihren Sitz in Berndorf in Niederösterreich und beschäftigte laut den aktuellsten Daten im FirmenCompass 2016 fast 550 Mitarbeiter. Die Gesellschaft erwirtschafteten einen Umsatz von knapp 220 Mio. Euro.

Kündigungen sind ein Teil der "Zukunftsvereinbarung"

Die Neuausrichtung sei die erste Maßnahme im Rahmen der erst kürzlich mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall unterzeichneten Zukunftsvereinbarung. "Es geht hier nicht um einen harten Restrukturierungsschritt, sondern um die Weiterentwicklung der Organisationsstruktur", betonte Rosenfeld.

Ziel sei es vor allem, die Werke näher an das Geschäft zu führen, Doppelstrukturen abzubauen und die interne Effizienz zu erhöhen. Das jetzt bekanntgebende Vorhaben" ist ein wichtiger Schritt, die Transformation der Schaeffler Gruppe weiter voranzutreiben".

Für Schaeffler arbeiten weltweit rund 91.000. In Kürze will Schaeffler seine Geschäftszahlen für das erste Quartal präsentieren. (apa/red)

Aktuell zu Schaeffler:
Schaeffler: Eigentümerfamilie will weitere Anteile verkaufen >>

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