Steirischer Dämmstoffhersteller Isobasalt ist insolvent

Der steirische Hersteller wollte mit einem neuartigen Verfahren am Markt durchstarten und Dämmstoffe aus Basalt produzieren - doch das hat nicht geklappt. An Isobasalt hielt der österreichische Hersteller Austrotherm die Mehrheit, der wiederum mehrheitlich der Schmid Industrie Holding gehört.

Die oststeirische Gesellschaft Isobasalt GmbH ist insolvent. Wie der KSV1870 kürzlich berichtete, wurde heute über das Vermögen des in Großwilfersdorf ansässigen Dämmstoff-Unternehmens ein Konkursverfahren am Landesgericht in Graz beantragt.

Die Passiva liegen bei rund 20,1 Mio. Euro, die Aktiva bei rund 6,6 Mio. Euro (beides Liquidationsstatus). 14 Dienstnehmer und 10 Gläubiger sind von der Insolvenz betroffen. Mehrheitsgesellschafter mit über 70 Prozent ist die Austrotherm GmbH, die wiederum hauptsächlich der Schmid Industrie Holding gehört.

Neuartiges Verfahren für Dämmstoffe aus Basalt geplant

Laut Aussendung des Gläubigerschutzverbands KSV1870 plante Isobasalt die Errichtung einer Produktionsanlage für Dämmstoff auf Basis von Basalt. Es kam jedoch zu technischen Hürden in der Ausführung. Im Werk sollten pro Jahr rund 250.000 Kubikmeter Steinwolle Dämmstoff auf Basis von Basalt produziert werden.

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Ein neuartiges innovatives Produktionsverfahren sollte genutzt werden. Die Erwartungen an den Produktionsprozess wurden jedoch verfehlt. Eine wirtschaftlich sinnvolle Serienproduktion konnte nicht begonnen werden, so der Gläubigerschutzverband.

"Keine realistische Perspektive für einen Fortbetrieb"

Die Geschäftsführung der Schuldnerin gab an, dass aus derzeitiger Sicht keine realistische Perspektive für einen Unternehmensfortbetrieb besteht. Der zu bestellende Insolvenzverwalter werde kurzfristig beurteilen, ob das Unternehmen ohne weiteren Schaden für die Gläubiger weiter betrieben werden kann oder eine sofortige Schließung verfügt wird. Die Angaben konntenvom KSV1870 noch nicht überprüft werden. (apa/red)

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