Insolvenz

Steirische SFL Technologies: Sanierungsplan "in Schwebe"

Nach der Insolvenz des steirischen Herstellers SFL Technologies haben Gläubiger über den Sanierungsplan abgestimmt. Fest steht, dass das Prestigeprojekt "Eli" verkauft werden muss - das erste mit Strom betriebene Nutzfahrzeug, das in Österreich produziert wird und eine europäische Straßenzulassung hat.

Die Gläubiger der insolventen SFL Technologies GmbH aus Stallhofen in der Steiermark haben diese Woche über den Sanierungsplan abgestimmt. Das Ergebnis wird jedoch erst in den kommenden Tagen vorliegen, da noch Stimmrechtsprüfungen nötig sind, teilten KSV1870 und AKV mit. Zudem muss das Prestige-Projekt namens Eli verkauft werden, um die Barquote aufzustellen.

SFL Technologies ist nach eigenen Angaben in mehreren Bereichen tätig, unter anderem im Anlangenbau, Maschinenbau, Stahlbau und Fassadenbau oder auch in der Elektromobilität.

Endgültiges Abstimmungsergebnis in den nächsten Tagen

Die Gläubiger sollen - so der Plan - zwei unterschiedlich hohe Quoten bekommen: Während Finanzamt und Banken bis Ende 2019 20 Prozent zugestanden wird, ist für Mitarbeiter, Lieferanten und andere Dienstleister eine 30-prozentige Quote vorgesehen. Alle sollen zunächst eine Barquote von zehn Prozent bekommen. Mitarbeiter und Lieferanten erhalten mit Ende 2018 eine Zwischenquote von zehn Prozent.

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Laut Georg Ebner vom Kreditschutzverband 1870 ist die Annahme des Sanierungsplans noch "in Schwebe". Erst wenn die Stimmrechtsprüfungen abgeschlossen sind, wird es das endgültige Abstimmungsergebnis geben. Das wird frühestens kommende Woche vorliegen. Es sind voraussichtlich 66 Mio. Euro an quotenrelevanten Insolvenzforderungen. Angemeldet wurden dagegen mehr als 140 Mio. Euro, wobei auch Forderungen der Schwesterunternehmen dabei sind, die nicht quotenrelevant sein werden.

"Eli" wird verkauft

Um die Barquote aufzustellen, muss die SFL ihr Elektronutzfahrzeug Eli verkaufen, das sie selbst entwickelt haben und 2017 in Serienproduktion brachten. Es sind die ersten elektrobetriebenen Nutzfahrzeuge, die in Österreich produziert werden und eine europäische Straßenzulassung haben. Von der Insolvenz sind 41 Dienstnehmer betroffen. (apa/red)

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