Fusion

Die Zukunft der RHI

Wien bleibt „Place of effective Management“, heimische Standorte würden überproportional profitieren, zerstreut Stefan Borgas etwaige Ängste über die Fusion mit Magnesita.

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Fusionen schüren Ängste. Mitarbeiter, Zulieferer und Politiker fürchten um Jobs, Aufträge und Einfluss. Gegenüber dem INDUSTRIEMAGAZIN versichert der neue RHI-Boss, dass „aus heutiger Sicht sicher ist, dass die österreichischen Standorte von den Verlagerungen überproportional profitieren.“ Ebenso werden „die brasilianischen Assets eine starke Rolle im internationalen Produktionsnetzwerk spielen.“ Das Headquarter werde in Wien konzentriert. Die Bundeshauptstadt sei „Place of effective Management (PoeM)“, schreibt Borgas in einem Statement an das INDUSTRIEMAGAZIN. Daran werde auch die Registrierung in den Niederlanden nichts ändern. In Wien werden in erster Linie die Corporate-Funktionen zusammengefasst, während Brasilien als Standort operativ und regional für Nord- und Südamerika und für bestimmte Teile der Forschung „eine große Rolle“ spielen werde. 

Borgas wird bei seinen Angaben konkret: Leoben werde neben dem brasilianischen Contagem eines der weltweit zwei großen RHI-Magnesita-Forschungszentren werden. An den beiden Standorten ist bereits heute die Mehrzahl aller Forschungs- und Entwicklungsmitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus werde es globale Kompetenzzentren für bestimmte Produktionsprozesse geben. Borgas nennt dabei noch nicht fixierte Standorte in den USA und China als erste Wahl. Offen ist immer noch die Zusammenstellung des künftigen Vorstands. Der RHI-Boss will sich in dieser für das Konzernklima wichtigen Frage nicht in die Karten sehen lassen: Es werde einen Auswahlprozess für die jeweils besten Führungskräfte von RHI und Magnesita geben.