Industriekonjunktur

Statistik Austria: Aufholeffekte der Industrie stärker als in der Finanzkrise

Die Frühschätzung der Statistik Austria für März 2021 zeigt für die heimische Industrie und den Baubereich einen Umsatzanstieg in der Nähe von 30 Prozent - das passiere zwar auf niedrigem Niveau, sei aber ein größerer Aufholeffekt als nach der Finanzkrise, so Generaldirektor Thomas.

Die Konjunktur-Frühschätzung der Statistik Austria für März 2021 zeigt für die Industrie einen Umsatzanstieg um 27,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und für den Baubereich eine Zunahme um 29,2 Prozent - insgesamt legte der produzierende Bereich gegenüber März 2020 um 27,6 Prozent zu. Allerdings erfolgte dieser Zuwachs von einem niedrigen Niveau aus, weil der März 2020 wegen der einsetzenden Corona-Pandemie bereits mit rund 10 Prozent im Minus lag.

"Kräftigster Anstieg seit dem EU-Beitritt"

"Das stellt den kräftigsten Anstieg seit dem EU-Beitritt Österreichs dar", sagte Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. "Auch die Aufholeffekte im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/09 waren geringer. Zudem liegen die Umsätze von Industrie und Bau nun bereits über dem Vorkrisenniveau." Im Jänner hatte es noch ein Umsatzminus von 3,4 Prozent gegeben.

Das Arbeitsvolumen stieg im Vorjahresvergleich in der Industrie um 15,2 Prozent, im Baubereich sogar um 36,4 Prozent. Beim Beschäftigungsindex gab es im Industriebereich einen leichten Rückgang (-0,3 Prozent), während sich die Beschäftigung im Baubereich im Vergleich zum März 2020 positiv entwickelte (+11,0 Prozent). (apa/red)

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