Zulieferer

Starker Euro macht Reifenhersteller Michelin zu schaffen

Der starke Kurs des Euro hat das Geschäft des französischen Reifenherstellers Michelin im ersten Halbjahr gebremst.

Der starke Kurs des Euro hat das Geschäft des französischen Reifenherstellers Michelin im ersten Halbjahr gebremst. Während der Reifenabsatz dank eines guten zweiten Quartals in etwa stabil blieb, ging der Umsatz um vier Prozent auf 10,6 Milliarden Euro zurück, wie der Continental-Konkurrent in Clermont-Ferrand mitteilte.

Der operative Gewinn sank im fortgeführten Geschäft um fünf Prozent auf 1,33 Milliarden Euro. Der Überschuss legte hingegen um sechs Prozent auf 917 Millionen Euro zu.

Die Michelin-Führung begründete die Rückgänge bei Umsatz und operativem Gewinn neben dem starken Euro im Verhältnis zum US-Dollar auch mit hohen Vorjahreswerten. Anfang 2017 hatte der Reifenabsatz stark angezogen, bevor die Reifenhersteller ihre Preise angehoben hatten.

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Für die zweite Jahreshälfte erwartet Michelin-Chef Jean-Dominique Senard weiterhin, dass der operative Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft steigt, wenn man Belastungen durch Währungsschwankungen herausrechnet. Zu der Entwicklung soll eine weiter wachsende Reifennachfrage durch Endkunden beitragen. Bei der Original-Bereifung von Pkw und Lastwagen erwartet er aber eine schwächere Entwicklung. Einzig bei der Ausstattung von Bergbau-Fahrzeugen und Raupen dürfte die Nachfrage deutlich zulegen. (dpa-afx/apa/red)