Serie EC Austria

Starke Partner fürs digitale Business

Intelligente Produkte und digitale Dienste sind die Hartwährung neuer Geschäftsmodelle in der Industrie. Die praxisgerechte Lösungsorientiertheit von IT-Partnern ist aktuell gefragter denn je.

Die Geschwindigkeit der Digi­talisierung verändert die Be­dürfnisse der Märkte und damit immer öfter auch die Geschäftsmodelle mit den entsprechen­den technologischen Anforderungen an Unternehmen. Dieser Trend gilt nicht nur für die Industrie oder wettbewerbs­intensive Branchen wie den Handel, sondern zunehmend auch für den Dienst­leistungsbereich.

Hier geht es bei Digitalisierungspro­jekten oftmals um die Automatisierung von Prozessketten und die Verschrän­kung damit befasster Abteilungen. Intel­ligente Auswertung und sichere Ver­fügbarkeit der daraus entstehenden Daten sind weitere Anforderungen und mit den daraus ableitbaren Informatio­nen oftmals die Prämisse für betriebliche Innovation. „Diese Daten können auch persönliche Kundenvorlieben beinhalten, auf deren Basis dann gezielte Serviceangebote eingespielt und angeboten werden“, sagt Dieter Kögler, Account Ma­nager T-­Systems Austria.

Business Intelligence

In vielen Fällen werden dadurch wiederum neue Wert­schöpfungsketten und auch branchen­übergreifende Geschäftsmodelle ermög­licht, und dafür braucht es dann auch intelligente Steuerungs-­ und Analysemo­dule über entsprechend übersichtlich und multimedial aufbereitete Visualisie­rungsmethoden.

White Paper zum Thema

Der Begriff Business Intelligence (BI) umfasst für ein Unternehmen alle diese Segmente, und darin inkludiert ist auch die Analyse von Massendaten interner Datenbanken bis hin zur punktgenau­en Verwendung an einzelnen Orten der diversen Prozessketten. Sowohl Indus­triebetriebe wie auch dienstleistungsorientierte Branchen sind bei diesen Themen im Zusammenhang mit Innovationstransfer laufend gefordert, und das betrifft nicht nur die internen Abläufe, sondern auch Kommunikation und Vertrieb mit Kunden.

Neue Digitalstrategie für ARBÖ

Der Auto­-, Motor­- und Radfahrerbund Ös­terreichs (ARBÖ) ist ein heimischer Ver­kehrsclub, der Kraftfahrerbelange als gemeinnütziger Verein (NGO) vertritt. Gegründet im April 1899 als Verband der Arbeiter­Radfahrer­Vereine Österreichs in Wien ist er mittlerweile mit rund 420.000 Mitgliedern eine umfassende Serviceorganisation mit Mobilitätsdienst­leistungen für die Bereiche Pannen­ dienst, Kleinreparaturen und Wartung oder auch Versicherungen und Rechtsschutz.

Zur Überarbeitung und technischen Modernisierung bestehender Abläufe
im Kundendienst und in den Fahrsicher­heitszentren sowie zur Entwicklung neu­ er individueller Services wurde T­-Systems mit einer Digitalisierungsstrategie beauftragt. Der IT-­Dienstleister hatte zuvor bereits eine Business­-Intelligence­-An­wendung für den ARBÖ umgesetzt. „Mittels einer webbasierten Oberfläche kann nun die Mitgliederbetreuung wesentlich besser koordiniert werden und daran anschließend die digitale Terminverwal­tung im Prüfdienst sowie die generelle Kundenkommunikation und das Zahlungswesen über digitale Medien“, erläutert Dieter Kögler von T-­Systems Austria.

In Summe ermöglicht die neue Lösung eine effizientere Organisation für Kfz­-Prüfzentren und Mitgliederverwaltung sowie zielgruppenadäquate Kommunikationsformen für die insbesondere von jungen Menschen genutzten Fahrsicherheitszentren. „Der Wandel in der Digitalisierung und Mobilität erfordert schnelles und ein den neuen Herausforderungen angepasstes Handeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, betont Regina Seimann, Marketingleiterin beim ARBÖ.

Ortsunabhängige Assistenz

Ein zu nehmend wichtiger Bestandteil bei betrieblichen Digitalisierungsprojekten sind auch die Themen Virtualisierung und multimediale Assistenzsysteme. Die praktischen Einsatzgebiete betreffen vernetzte Produktionsketten ebenso wie automatisierte Steuerungsprozesse oder externe Service­ und Wartungsarbeiten. In Zeiten, wo persönliche Kontakte reduziert werden sollen, erhalten diese Anwendungen nun zusätzliche Relevanz. Ein weiterer Treiber ist der zunehmende Einsatz mobiler Endgeräte.

Digitale Assistenzsysteme zur betrieblichen Optimierung von Produktion und Wartung sind auch der inhaltliche Schwerpunkt beim Grazer Innovationszentrum Evolaris. Der technische Fokus liegt dabei auf standardisierter Software speziell für mobile Endgeräte. Eigentümer von Evolaris ist Kapsch Business­Com, und gemeinsam wurde mit Evocall eine Videoassistenzlösung unter praxis­orientierten Verhältnissen entwickelt. Damit können Servicemitarbeiter orts­- und zeitunabhängig direkt am Einsatzort mit Prozess-­ oder Maschinenspezialisten kommunizieren. Die Datenbrillen unterstützen zudem, dass beide Hände der Mitarbeiter für Tätigkeiten freibleiben.

Adler-Lacke setzt auf Kapsch

„Das System ermöglicht in Echtzeit per Live­ Video und ­Audio Anleitungen, Schaltpläne oder Checklisten direkt auf alle gängigen Mobilgeräte oder Datenbrillen zu schicken und diese Supportsitzungen etwa auch für Schulungszwecke aufzuzeichnen“, so Hannes Walter, Experte für Smart Assistance Lösungen bei Kapsch BusinessCom.

Eingesetzt wird die Lösung etwa von Adler, einem österreichischen Produktionsbetrieb für Farben, Lacke und Holzschutzmittel mit mehreren internationalen Standorten und Kunden in über 25 Ländern. Ergänzende Dienstleistungen betreffen dann etwa auch die Einstellung eines Lackierroboters, einen speziellen Beschichtungsaufbau oder Fragen zur Spritzdüseneinstellung. Treten hier technische Probleme beim Kunden auf, ist meist schnelle Hilfe gefragt. Doch nicht immer ist es möglich, dass ein Adler­ Techniker rasch persönlich vor Ort ist, und das tritt aktuell durch die coronabedingten Reiseeinschränkungen noch stärker in den Vordergrund.

Zeit und Kosten

In solchen Fällen schafft nun das Live-­Assistenz-­System Evocall Abhilfe. Der Außendienstmitarbeiter oder Kunde vor Ort verbindet sich per Live­Videoschaltung mit den Adler-­Spezialisten und holt sich per Datenbrille oder Smartphone-­App die nötige Unterstützung zur Problemlösung. Aktuell wurde beispielsweise ein Spritzautomat per Video­ Assistenz in Betrieb genommen oder eine sogenannte Excimer-­Anlage eingefahren. „Besonders in der Corona-Krise können wir mit Evocall schnellen und kompetenten Service auch ohne direkten persönlichen Kontakt garantieren“, sagt Matthias Stötzel, technischer Serviceleiter bei Adler.

Ebenso eingesetzt wird die Lösung bei Haidlmair, einem Produktionsbetrieb für Werkzeuge und Formen für Lager­ und Logistikbehälter oder Teile zur Autoproduktion. „Serviceprozesse mittels Live­ Videoübertragung sparen wertvolle Zeit, hohe Zusatzkosten und steigern die Anlagenverfügbarkeit und Produktqualität“, so Christian Eckhart, Leiter International Service bei Haidlmair.