Staplertest

Stapler am Prüfstand

Der härteste Staplertest ist geschlagen. Jungheinrich, Still und UniCarriers sind bei Effizienz und Praxistauglichkeit eine Klasse für sich.

Intralogistik Still Jungheinrich UniCarriers Stapler-Test
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© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag

Die Quälerei dauerte rund eine Woche. Ein Dutzend Fahrzeuge stellte sich auf dem CeMAT-Gelände in Hannover dem IFOY- Test, dem härtesten Staplertest der Welt. Der „International Forklift Truck of the Year“ basiert auf dem System von Theo Egberts von Andersom Testing: Unter konstanten Bedingungen in einer Halle durchlaufen die Stapler und Flurförderzeuge ein detailliertes Testprotokoll, das Parameter wie Verbrauch, Geschwindigkeit, Produktivität, Ergonomie und viele andere checkt. Damit individueller Fahrstil das Testergebnis nicht verfälscht, gibt es seit Beginn der Tests im Jahr 1988 auch nur einen einzigen Testfahrer: Theo Egberts himself.

 

Das zweite Modul im Testverfahren ist der „Innovation Check“: Experten des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik in Dortmund beurteilen dabei den Innovationswert der Geräte im Vergleich zu den am Markt verfügbaren Mitbewerbern. Den Abschluss bildet eine Jurysitzung, wobei die Juroren die Ergebnisse der beiden Testreihen übereinanderlegen und bewerten. 

 

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Die Quälerei dauerte rund eine Woche. Ein Dutzend Fahrzeuge stellte sich auf dem CeMAT-Gelände in Hannover dem IFOY- Test, dem härtesten Staplertest der Welt. Der „International Forklift Truck of the Year“ basiert auf dem System von Theo Egberts von Andersom Testing: Unter konstanten Bedingungen in einer Halle durchlaufen die Stapler und Flurförderzeuge ein detailliertes Testprotokoll, das Parameter wie Verbrauch, Geschwindigkeit, Produktivität, Ergonomie und viele andere checkt. Damit individueller Fahrstil das Testergebnis nicht verfälscht, gibt es seit Beginn der Tests im Jahr 1988 auch nur einen einzigen Testfahrer: Theo Egberts himself.

 

Das zweite Modul im Testverfahren ist der „Innovation Check“: Experten des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik in Dortmund beurteilen dabei den Innovationswert der Geräte im Vergleich zu den am Markt verfügbaren Mitbewerbern. Den Abschluss bildet eine Jurysitzung, wobei die Juroren die Ergebnisse der beiden Testreihen übereinanderlegen und bewerten. 

 

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Kategorie Systemlösungen

Still baute die IFOY-Systemlösung des Jahres.

 

Neun Wochen benötigte Still, um das Rohstofflager mit allen notwendigen Komponenten auszustatten. Dann besaß der deutsche Folienproduzent Kuraray Trosifol in der Nähe von Köln ein neues Kompaktlagersystem, in dem halbautomatische Shuttlefahrzeuge mit automatisierten Schubmaststaplern in einem Kanallager kommunizieren. 

Das Besondere daran: Die - fehleranfällige - Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine entfällt dank Integration des Still PalletShuttle, das durch eine speziell für die Vollautomatisierung entwickelte Schnittstelle sowohl mit übergelagerten Lagerverwaltungssystemen, als auch mit automatisierten Flurförderzeugen kommunizieren kann. "Dadurch werden Fehlbedienungen vermieden sowie die Transparenz und Rückverfolgbarkeit aller Warenbewegungen sichergestellt", freuen sich die IFOY-Juroren.

 

Außerdem nominiert: Jungheinrich, Routenzug bei Vemag Maschinenbau AG

 

 

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Kategorie Lagertechnikgeräte

Eine neue Geräteklasse: der UniCarriers Tergo URS.

 

Schmalgang- und Schubmaststapler in einem: Mit dem neuen URS aus der Tergo-Familie legte UniCarriers im Vorjahr ein Gerät vor, das es in dieser Form bisher nicht gab. Die "konsequente Komposition zweier Fahrzeugklassen hin zu einer Alternative für die Lagerbedienung und den Transport in der Vorzone, zusammengesetzt aus einem Schubmastgerät und der Schwenkschubgabel eines Schmalgangstaplers" beeindruckte die Juroren des heurigen IFOY jedenfalls.

 

Bis zu 1.500 Kilogramm hebt der URS auf bis zu 10,35 Meter Höhe. Besonders heben die Juroren die Ergonomie des Arbeitsplatzes hervor. Die individuellen Fahrereinstellungen werden über PIN-Codes oder RFID-Karten abgerufen. Aufgefallen sind den Testern ein minimaler Wendekreis, gute Manövriereigenschaften, das DCC-System, das dynamisch die Geschwindigkeit in Kurvenfahrten reduziert, das intelligente System für den Wechsel der Fahrrichtung und die dank besserer Hubgeschwindigkeit gegenüber den Vorgängern deutlich erhöhte Produktivität. Oder auch einfach: "ein gelungenes Fahrzeug". 

 

Testergebnisse Hard Facts: Tergo URS

Geschwindigkeit beladen (km/h).........................................................11,54

Hubgeschwindigkeit beladen (cm/s)....................................................33,71

Beschleunigung (Zeit für 15 Meter in sec). ...........................................7,4

 

Außerdem nominiert: Toyota BT Levio LPE, Clark CBX4, Jungheinrich ECE 225, Still FM-X 

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Kategorie Gegengewichtsstapler bis 3,5 Tonnen

Der Jungheinrich EFG S30s schlägt das Feld in nahezu allen Kategorien

 

Eine "innovative Gesamtlösung", meinen die IFOY-Juroren, "die alle Anforderungen an einen zukunftsfähigen Counter Balanced Truck abdeckt". Besonders angetan sind die Tester vom Arbeitsplatz des Elektrostaplers der Jungheinrich-S-Serie. Gut zugänglich, reichlich Platz, perfekt verstellbare, schlanke Lenksäule. Das gänzlich neu konzipierte Bedienkonzept für die hydraulischen Funktionen ist in die neue Armlehne integriert und überzeugte die Tester mit perfekter Ergonomie. Auffallend gut seien die Sicht auf Ladung und Umgebung und auf das – ebenfalls neue – Farbdisplay.

 

Die IFOY-Tester freuten sich außerdem über die standardmäßige automatische Parkbremse, das effiziente und simple seitliche Batteriewechselsystem, die exzellente Stabilität in schneller Kurvenfahrt und die "nochmals deutlich verbesserte Energieeffizienz des Fahrzeugs". "Bei der Entwicklung der neuen EFG S30s", so lautet das Fazit der Juroren, "hat Jungheinrich vorausgedacht."

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Die Hard Facts des Jungheinrich EFG S30.

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Kategorie Gegengewichtsstapler ab 3,5 Tonnen

Still nähert sich mit dem RX60-80 der Perfektion.

 

Er wiegt acht Tonnen, fährt sich aber wie ein 4- bis 5-Tonner. Ein Beweis, so die Tester, "dass elektrisch Fahren im schweren Segment mittlerweile eine sehr logische und empfehlenswerte Alternative ist". Der auffallend hohe (und gut erreichbare) Sitz ist genau über der 1.240 Ah/80- V-Batterie positioniert. Die Stellung des Arbeitsplatzes, so die IFOY-Juroren, sei etwas gewöhnungsbedürftig, doch "in puncto Sicht und Übersichtlichkeit liefert die Kabine mit einer bemerkenswert großen Glasfläche und sehr schlanken Pfosten nur wenig Einschränkungen."

 

Vor allem aber: Die Aspekte Kompaktheit, Kraft, Präzision, Ergonomie, Sicherheit und Umweltverantwortung seien beim RX60-80 auf "einzigartige Art und Weise" miteinander verbunden. Das Fazit – geradezu euphorisch: "Er setzt den Maßstab des Zusammenspiels aller für eine optimale Umschlagleistung relevanten Eigenschaften."

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Die Hard Facts des Still RX60-80.