Stahlindustrie

Stahlriese Salzgitter kappt seine Gewinnziele

Der Stahlkonzern Salzgitter korrigiert seine Gewinnziele nach unten. Grund sind Ausgaben werden der Risikovorsorge sowie die Kosten für die laufende Restrukturierung.

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Der Stahlkonzern Salzgitter korrigiert seine Gewinnziele wegen höherer Risikovorsorge sowie Kosten für die Restrukturierung. Statt eines Vorsteuergewinns zwischen 125 und 175 Millionen erwartet der Konzern für das laufende Jahr nun einen Verlust in zweistelliger Millionenhöhe.

Als Grund nannte Salzgitter Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Kartellabsprachen bei Grobblech und Flachstahlerzeugnissen. "Aufgrund weit fortgeschrittener Gespräche mit dem Bundeskartellamt geht die Salzgitter AG davon aus, die Verfahren zeitnah einvernehmlich beenden zu können." Die im Jahresabschluss 2018 gebildete Risikovorsorge werde daher um etwa 140 Mio. Euro aufgestockt.

Das Bundeskartellamt erklärte, es liefen mehrere Verfahren. Zum Stand machte die Behörde keine Angaben. Hinzu kämen Aufwendungen für das vorbereitete Programm zur Ergebnisverbesserung mit einem Potenzial von mehr als 200 Mio. Euro, das stufenweise bis 2023 wirksam werde solle, teilte Salzgitter weiter mit. "Infolge der genannten Risikovorsorge sowie noch zu bestimmender Restrukturierungsaufwendungen zur Implementierung von 'FitStructure 2.0' antizipieren wir für das Geschäftsjahr 2019 einen Verlust vor Steuern im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich." (reuters/apa/red)