400-Millionen-Investition

Stahlkonzern Dillinger installiert Stranggießanlage für weltweit dickste Brammen

Der deutsche Stahlriese Dillinger nimmt seine neue Stranggießanlage in Betrieb: Nicht nur wegen der Investition von 400 Millionen Euro ein Projekt der Superlative, sondern auch in der Herstellung von Grobblech. Zugleich sei es auch "ein Bekenntnis zum Stahlstandort", so Dillinger.

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© INDUSTRIEMAGAZIN Verlag GmbH

Die neue Stranggießanlage CC 6 des deutschen Stahlkonzerns Dillinger ist ein Projekt der Superlative: Die Anlage macht die Herstellung der weltweit dicksten Brammen (500 Millimeter) möglich.

 

Dazu ist das Projekt mit einem Volumen von über 400 Millionen Euro die größte Einzelinvestition am Konzernstandort Dillingen im westdeutschen Bundesland Saarland.

 

Folgend dazu einige Bilder und Eckdaten.

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Die neue Stranggießanlage CC 6 des deutschen Stahlkonzerns Dillinger ist ein Projekt der Superlative: Die Anlage macht die Herstellung der weltweit dicksten Brammen (500 Millimeter) möglich.

 

Dazu ist das Projekt mit einem Volumen von über 400 Millionen Euro die größte Einzelinvestition am Konzernstandort Dillingen im westdeutschen Bundesland Saarland.

 

Folgend dazu einige Bilder und Eckdaten.

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Derzeit läuft die Anlage im Probebetrieb.

 

Dillinger wolle mit der Investition seine Stellung als führender europäischer Grobblechhersteller nochmals stärken, sagt Fred Metzken, Sprecher des Vorstands und Finanzvorstand der Dillinger Hüttenwerke: "Mit der neuen Stranggießanlage wollen wir in neue Dimensionen und Qualitätsgüten vordringen und einen immer anspruchsvolleren Produktmix abdecken."

 

Metzken zufolge ist diese Anlage "einzigartig" und ein Kernstück der Innovationen des Unternehmens. Zugleich sei es ein Bekenntnis zum "Stahlstandort an der Saar."

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Technikvorstand Bernd Münnich erklärt dazu: Mit der weltweit einzigartigen Kombination aus Anlagen- und Prozesstechnologie könne "Vormaterial in höchster Qualität für die beiden Dillinger Grobblechwalzwerke im weltgrößten Brammenformat – bis zu 2.200 Millimeter x 500 Millimeter – hergestellt werden."

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"Die CC 6 ist die konsequente Weiterentwicklung unserer Stranggießtechnologie", so Münnich.
 

 

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Hier im Bild die CC 6.

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Die mit dieser Anlage vergießbaren Brammen sind nicht der erste "Weltrekord" der Dillinger Stranggießtechnologie. Im Jahr 1961 setzte sich das Unternehmen mit der Inbetriebnahme der weltweit ersten Zweistrangstranggießanlage zum kontinuierlichen Gießen schwerer Brammen technologisch an die Spitze.

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Hier im Bild die CC 6.

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Auch die 1998 in Betrieb gegangene und 2010 modernisierte Dillinger Stranggießanlage 5 zählt ebenfalls zu den leistungsfähigsten Anlagen und hielt mit einer Brammendicke von 450 Millimetern den seinerzeit geltenden Weltrekord.

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Positive Worte zum Start des Probebetriebs der neuen Stranggießanlage kommen auch von der Politik. So meinte Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes: "Eine solche Großinvestition ist keine Selbstverständlichkeit. Sie demonstriert ein weiteres Mal, dass das Saarland und seine Industrie ,Hightech' sind und weltweit Maßstäbe setzen."

 

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger verwies auf die besonderen Merkmale der neuen Anlage. "Wir sind stolz darauf, dass die Dillinger Hütte und ihre Beschäftigten es einmal mehr geschafft haben, ihre führende Rolle in der Technologie zu unterstreichen. Damit die saarländische Stahlindustrie auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb agieren kann, kämpfen wir weiterhin dafür, dass die Rahmenbedingungen stimmen." (red)

 

 

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