Industriekonjunktur

Stahlhersteller in Deutschland erhöhen Produktion von Rohstahl

Stahlhersteller in Deutschland rund um Thyssenkrupp, Dillinger und Arcelormittal haben zuletzt ihre Produktion von Rohstahl erhöht. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl korrigiert die Prognose nach oben und erwartet für 2016 ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr.

Im Bild Warmbandstahl in einem Coil.

Die Rohstahlerzeugung in Deutschland ist im August um 2,4 Prozent gestiegen, nachdem sie zuvor zwei Mal in Folge gesunken war. Das meldet der Branchenverband Wirtschaftsvereinigung Stahl.

Zwar hat es im bisherigen Jahresverlauf in der Branche rund um Thyssenkrupp, Dillinger, Salzbitter und Arcelormittal einen leichten Rückgang gegeben. Für den Zeitraum Jänner bis August verzeichnet die Wirtschaftsvereinigung Stahl bei der Rohstahlproduktion ein Minus von 1,5 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres.

Prognose für das Gesamtjahr 2016 nach oben korrigiert

Doch für das Gesamtjahr 2016 hat der Fachverband seine Prognose nach oben korrigiert. Noch Anfang des Jahres hatte der Verband für heuer ein Minus von drei Prozent auf 41,5 Millionen Tonnen erwartet.

Jetzt rechnet die Wirtschaftsvereinigung Stahl bis Jahresende mit einer Erzeugung von rund 42,5 Millionen Tonnen - also ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres, als 42,7 Millionen Tonnen erreicht worden waren.

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"Moderate Aufwärtsentwicklung in den kommenden Monaten"

"In den kommenden Monaten ist mit einer moderaten Aufwärtsentwicklung zu rechnen", heißt es bei der Wirtschaftsvereinigung Stahl. Im Augenblick habe sich die Stahlkonjunktur stabilisiert. Dazu tragen demnach unter anderem  lagerzyklische Faktoren und eine bislang solide Entwicklung bei den Stahlverarbeitern bei.

Angesichts der ungelösten Strukturkrise in der globalen Stahlindustrie sowie massiver Überkapazitäten und Stahlexporte aus China bleibe das konjunkturelle Umfeld für die Stahlindustrie jedoch weiter "außerordentlich" schwierig, so der Verband.

(red)

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