Übernahme

S&T-Chef Niederhauser rechnet mit Komplettübernahme durch Foxconn

Der Apple-Zulieferer Foxconn könnte das Linzer IT-Systemhaus S&T zur Gänze übernehmen, befürchtet S&T-Chef Hannes Niederhauser. Foxconn wird auch in den USA seine Investitionen ausweiten.

Übernahmen Foxconn S&T Informationstechnologie Hannes Niederhauser

Das Linzer IT-Systemhaus S&T stellt sich auf eine vollständige Übernahme durch den taiwanesischen Foxconn-Konzern ein. "Ich gehe davon aus, dass Foxconn uns komplett übernimmt, wenn wir uns schlecht entwickeln und der Aktienpreis deutlich fällt", sagte S&T-Chef Hannes Niederhauser in einem Interview.

Das oberösterreichische Unternehmen notiert an der deutschen Börse im TecDax und vertreibt unter anderem Laptops der Marke Maxdata. Im Oktober hatte die Firma angekündigt, dass sich die Foxconn-Tochter Ennoconn an der Kapitalerhöhung beteilige und ihren Anteil an S&T durch weitere Aktienkäufe von Großaktionären auf 29,4 Prozent aufstocke. Den Erlös aus der Kapitalerhöhung steckte S&T ihrerseits in den Kauf von knapp 30 Prozent an dem Augsburger Kleincomputer-Hersteller Kontron.

Foxconn kommt Trump entgegen

Der taiwanesische Konzern erwägt auch nach eigenen Angaben eine Ausweitung seiner Investitionen in den USA. Über Umfang und Art der neuen Investitionen sei aber noch nicht entschieden. "Wir können bestätigen, dass wir in vorläufigen Diskussionen über potenzielle Investitionen stecken, die eine Ausweitung unserer gegenwärtigen US-Operationen darstellen würden", heißt es. Wo das taiwanesische Unternehmen in den USA investieren will, blieb unklar. Experten halten allerdings eine Verlagerung der iPhone-Produktion wegen der bestehenden Lieferketten und der hohen Lohnkosten in den USA für unwahrscheinlich. (apa/dpa/Reuters)