Industrieproduktion

Spanien: Industrieproduktion stärker eingebrochen als erwartet

Die Industrieproduktion in einer der größten Volkswirtschaften der Eurozone ist zuletzt noch stärker eingebrochen als erwartet. Mit Abstand am stärksten betroffen waren Investitionsgüter.

Die spanische Industrieproduktion ist im März noch stärker eingebrochen als erwartet. Die Produktion fiel belastet durch die Coronakrise um 11,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte das Statistikamt INE in Madrid mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang um 9,6 Prozent gerechnet. Im Februar hatte sich die Produktion kaum verändert.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat sank die Produktion saisonbereinigt um 12,2 Prozent und unbereinigt um 10,2 Prozent. Spaniens Wirtschaft wurde im März von der Coronakrise massiv getroffen. Die Einschränkungen von wirtschaftlichen Aktivitäten waren besonders weitgehend.

Mit Abstand am stärksten betroffen waren Investitionsgüter. Sie fielen bereinigt um 26,3 Prozent zum Vorjahr. Die Produktion von Konsumgütern sank um 4,9 Prozent und die von Energie um 2,2 Prozent.

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Damit zeichnet sich in Spanien eine ähnliche Entwicklung ab wie in anderen großen Ländern der Eurozone. Auch in Deutschland war die Produktion im März stark gesunken. In Frankreich war der Rückgang noch extremer als in Spanien.

Spaniens Regierung hatte am 15. März eine strikte Ausgangssperre eingeführt. Diese wurde am Mittwoch bis zum 24. Mai verlängert. Allerdings wurden erste schrittweisen Lockerungen eingeführt.

Die monatliche Umfrage zur Erfassung der Produktionstätigkeit in der Industrie umfasst laut INE mehr als 11.500 Betriebe. Davon ausgenommen bleibt die Entwicklung im Baugewerbe. (dpa-afx/apa/red)