Ukraine-Krise

Öl- und Gasgeschäft

Österreichische Firmen investieren Milliarden in Russland - und werden von den Sanktionen entsprechend getroffen. Hier ein Überblick der Branchen und wichtigsten Player im Land.

OMV: Im Gasgeschäft ist die OMV besonders abhängig von Russland. Die Tochter EconGas, an der die OMV 50 Prozent hält, bezieht einen großen Teil von der russischen Gazprom.

Am 24. Juni hatten OMV-Generaldirektor Gerhard Roiss und Gazprom-Chef Alexej Miller in Wien den Bau des österreichischen Abschnitts der Gaspipeline South Stream vertraglich fixiert, die ab 2017 russisches Gas bis nach Österreich bringen soll. Die EU-Kommission hat bereits ihre Bedenken gegen das Vorhaben angekündigt.

Der von der OMV betriebene Gasknotenpunkt in Baumgarten ist eine der größten Drehscheiben für russisches Gas. Rund ein Drittel des gesamten russischen Exports nach Westeuropa läuft über diese Gasstation und von hier nach Ungarn, Italien, Kroatien, Slowenien, Deutschland und Frankreich.

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Bei der OMV wollte man sich zu möglichen Folgen strengerer EU-Sanktionen auf Anfrage heute noch nicht äußern und zunächst die konkreten Entscheidung abwarten.

Schoeller-Bleckmann: SBO produziert Bohrköpfe und Bohrgestänge für die Suche nach Öl und Gas und hat eine eigene Niederlassung in Russland. Darüber hinaus verkauft das Unternehmen seine Produkte an viele internationale Kunden, die dann auf russischem Territorium nach Öl und Gas suchen.

CAToil: Die unter anderem auf Schiefergasbohrungen spezialisierte Ölbohrfirma ist in Russland in Westsibirien, am Kaspischen Meer und in der Wolga-Ural-Region aktiv.

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