Pharmaindustrie

So geht Lobbyismus: Novartis gibt Millionenzahlung an Trumps Anwalt zu

Gleich nach Amtseinführung von Donald Trump hat der Schweizer Pharmariese einen Beratervertrag mit dessen Anwalt abgeschlossen - und dann einen Millionenbetrag überwiesen. Derzeit macht Novartis die Affäre rund um die Pornodarstellerin Stormy Daniels zu schaffen.

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Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat unmittelbar nach Donald Trumps Amtseinführung einen Beratervertrag mit dem persönlichen Anwalt des US-Präsidenten über 1,2 Mio. Dollar (1,1 Mio. Euro) abgeschlossen. Novartis hoffte, dass Michael Cohen das Unternehmen in Bezug auf die Gesundheitspolitik der neuen Regierung beraten könne, wie das Unternehmen erklärte.

Cohen habe die erhofften Leistungen aber nicht erbringen können. Die Zahlung habe in keinem Zusammenhang mit der Teilnahme des Novartis-Vorstandsvorsitzenden Vas Narasimhan an einem Abendessen mit Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos gestanden.

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In US-Medien wurde angesichts jüngst bekannt gewordener Zahlungen an Cohen spekuliert, dass er sich womöglich von Unternehmen als Türöffner zu Trump bezahlen ließ. Das Weiße Haus nahm dazu am Mittwoch nicht Stellung und verwies auf Trumps persönliche Anwälte.

Die Justiz ermittelt bereits in anderer Sache gegen Cohen. Er hatte auch der Pornodarstellerin Stephanie Clifford (" Stormy Daniels") 130.000 Dollar gezahlt, damit sie nicht über eine angebliche Affäre mit Trump sprechen würde.

Cliffords Anwalt Michael Avenatti erklärte jüngst, Cohen habe in den Monaten nach der Präsidentenwahl im November 2016 verschiedene Zahlungen von Unternehmen an die gleiche Briefkastenfirma bekommen, die auch genutzt wurde, um Cliffords zu bezahlen. Unter anderem soll es auch eine Zahlung des russischen Oligarchen Viktor Vekselberg von rund einer halben Million Dollar gegeben haben.

Novartis will Gentechnikfirma in den USA

Derzeit bereitet Novartis den nächsten Milliardendeal in den USA vor: Der Pharmariese will die amerikanische Gentechnikfirma Avexis übernehmen. Der geplante Kaufpreis: rund 8,7 Milliarden Dollar. Aktuell dazu: Übernahme in den USA: Nächster Milliardendeal bei Novartis >>

(dpa/apa/red)

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