Solartechnik

SMA Solar mit tiefroten Zahlen

2013 brachte einen Verlust von 67 Millionen Euro. Nachfrageeinbruch in Europa und wachsender Konkurrenzdruck als Gründe.

Maschinenbau Alternativenergien SMA Solar

Pierre-Pascal Urbon bekräftigte seine Prognose, die einen Umsatz von 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro vorsieht und einen operativen Gewinn von bis zu 20 Millionen Euro.

Der deutsche Solartechnikkonzern SMA Solar ist im vergangenen Jahr wegen des Nachfrageinbruchs in Europa erstmals tief in die roten Zahlen geraten. Eine rasche Trendwende sei nicht in Sicht, da SMA in den größten Wachstumsmärkten China und Japan mit hohen Eintrittsbarrieren ringe und dort noch am Anfang der Markterschließung stehe, teilte Vorstandschef Pierre-Pascal Urbon am Donnerstag mit.

Die eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung sollten aber greifen, sodass 2014 zumindest operativ wieder mit einem Gewinn (Ebit) gerechnet werden könne.

2013 verbuchte SMA bei einem Umsatzrückgang um 56,3 Prozent auf 932,5 Millionen Euro operativ ein Minus von 89,1 Millionen Euro nach einem Gewinn von 102 Millionen Euro im Jahr zuvor. Unter dem Strich stand ein Verlust von 67 Millionen Euro, nachdem 2012 noch ein Nettogewinn von 75,1 Millionen Euro erzielt worden war. Sondereffekte aus Wertberichtigungen, Personalabbau sowie Anlaufverluste bei der chinesischen Tochter Zeversolar hätten mit insgesamt 81 Millionen Euro zu Buche geschlagen, hieß es zur Begründung.

Gewinn für Gesamtjahr anvisiert

SMA-Chef Urbon machte auch für das erste Quartal wenig Hoffnung, gelobte allerdings für das Gesamtjahr Besserung. Er peilt demnach in den ersten drei Monaten einen Umsatz von 170 bis 200 (212) Millionen Euro an und einen operativen Verlust von 20 bis 25 (minus 8,0) Millionen Euro. Für das Gesamtjahr bekräftigte er seine Prognose, die einen Umsatz von 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro vorsieht und einen operativen Gewinn von bis zu 20 Millionen Euro.

SMA ist zwar Weltmarktführer für Wechselrichter mit einem Auslandsanteil von 71 Prozent, der Wettbewerbsdruck wächst aber. Neben dem Nachfrageeinbruch in Europa und der wachsenden Zahl von Billiganbietern macht auch der Schweizer Elektrokonzern ABB SMA das Leben schwer. Der kaufte für gut eine Milliarde Dollar (725 Millionen Euro) die US-Firma Power-One - die Nummer zwei hinter SMA - und will zu einem global führenden Anbieter von Wechselrichtern werden. Wechselrichter sind das Herzstück einer Solaranlage und wandeln den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, der ins Netz eingespeist werden kann. (APA/Reuters)

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