Transport

Slowenien: Elektronisches Mautsystem für alle schweren Fahrzeuge

Ab Ostern werden in Slowenien Lastwagen, Busse und schwere Wohnmobile über eine Mautbox erfasst, Stopp der an Mautstellen fällt damit weg. Pkw nutzen weiterhin die Vignette.

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In Slowenien gilt ab dem Ostersonntag für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen ein elektronisches Mautsystem, auch für schwere Wohnmobile. Jedes Fahrzeug, das auf slowenischen Autobahnen oder Schnellstraßen unterwegs ist, muss ab dann mit einer fahrzeuggebundenen Mautbox "DarsGo" (Onboard Unit) ausgestattet werden.

Das neue System wird nicht nur für Lkw und Reisebusse, sondern auch für schwere Wohnmobile gelten. Für alle anderen Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen, darunter Pkw, ändert sich nichts - für sie gilt weiterhin die Vignette.

Für schwere Fahrezuge sind alle bisherigen Bezahlsysteme in Zukunft ungültig

Für schwere Fahrzeuge, die bisher die Maut an den Mautstellen entrichtet haben, fällt ab Sonntag der Stopp an den Schranken weg. Solange die Mautstationen aber nicht abgerissen werden, werden sie sich weiterhin auf eine getrennte Fahrbahn einreihen müssen, hieß es aus der slowenischen Autobahngesellschaft DARS. Die bisherigen Bezahlsysteme - Bargeld, DARS-Karten oder die elektronische "ABC-Box" - sind ab Sonntag ungültig.

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Für das neue System müssen sich alle Fahrzeuge registrieren. Bisher wurden nach Angaben von DARS etwa 115.300 Fahrzeuge registriert. Davon stammen rund 1.870 aus Österreich, wie ein DARS-Sprecher der APA erklärte.

Die Mautbox wird über ein Mikrowellensignal jede Durchfahrt unter einem Mautportal registrieren. Auf den slowenischen Autobahnen wurden insgesamt 125 Portale aufgestellt. (APA/red)