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Skoda investiert eine Milliarde in ein neues Ingenieurzentrum in Indien

Volkswagen baut über seine Konzerntochter Skoda das Geschäft in Indien massiv aus. Geplant ist die Produktion eines neuen Geländewagens auf dem Baukastensystem MQB - sowie ein neues Forschungszentrum mit bis zu 5.000 Mitarbeitern.

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Der Volkswagen-Konzern will eine Milliarde Euro in Indien investieren. Das teilte der Chef der VW-Tochtergesellschaft Skoda, Bernhard Maier vor wenigen Tagen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi mit.

Die Leitung des "India 2.0" genannten Expansionsprojekts werde Skoda übernehmen. Ziel sei es, dass die Marken VW und Skoda bis zum Jahr 2025 einen gemeinsamen Marktanteil von bis zu 5 Prozent in Indien erreichen.

Riesiges neues Forschungszentrum

Maier verwies auf Expertenschätzungen, wonach Indien in den nächsten Jahren zum weltweit drittgrößten Automobilmarkt aufsteige. Skoda ist künftig federführend für die geplante Modelloffensive des Volkswagen-Konzerns auf dem indischen Markt verantwortlich.

Bis 2020 will der tschechische Konzern nach eigenen Angaben in Indien eine neue Generation des Baukastensystems MQB entwickeln und damit einen neuen Mittelklasse-Geländewagen bauen. Ebenfalls bis 2020 soll mit der Produktion weiterer, in Indien entwickelter VW-und Skoda-Modelle begonnen werden. In einem Ingenieurzentrum sollen 4.000 bis 5.000 Arbeitsplätze entstehen.

Eigenständiges Komponentengeschäft

Die Komponenten-Sparte stellt der deutsche Autokonzern unterdessen mit Jänner 2019 als eigenständige unternehmerische Einheit unter dem Dach der Volkswagen AG neu auf. Dies geschehe analog zu den Marken Volkswagen Pkw und Volkswagen Nutzfahrzeuge, wie die Wolfsburger am Montag mitteilten.

Die Einheit "Konzern Komponente" mit weltweit 56 Werken und rund 80.000 Mitarbeitern beschäftige sich mit Entwicklung und Fertigung strategischer Fahrzeugkomponenten - von Motoren, Getrieben und E-Maschinen bis hin zu Lenkungen oder Leichtbau-Teilen. "Ziel der Neuausrichtung ist es vor allem, die Effizienz zu steigern und Investitionen zu optimieren, um koordiniert in die E-Mobilität einzusteigen."  (dpa/reuters/apa/red)

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