Digitalisierung

Siemens: "Wir sind Nummer 1 bei der Verbindung realer und digitaler Welt"

Konzernchef Joe Kaeser gibt sich selbstbewußt: Siemens liege beim Thema Digitalisierung weit vorn. Nun hat der Industrieriese 14 Schlüsseltechnologien definiert, wie die Spitzenposition auch in Zukunft verteidigt werden kann. Das dramatische Schicksal des Erzrivalen GE sei dagegen "irritierend".

Der deutsche Industriekonzern Siemens will mit der Stärkung von Schlüsseltechnologien seine Marktposition sichern. "Bei der Verbindung der realen mit der digitalen Welt sind wir heute die klare Nummer 1", sagte Vorstandschef Joe Kaeser der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". "Wir dürfen uns aber darauf nicht ausruhen, sondern müssen weitergehen und künftige Trends antizipieren."

Siemens habe deshalb 14 Schlüsseltechnologien identifiziert, die das Unternehmen für sein Geschäft in Zukunft als entscheidend erachte. "Das geht von Blockchain über Robotik bis hin zu Simulationstechnologien."

Kleine Spezialisten als gefährlichste Angreifer

Die gefährlichsten Angreifer kämen demnach nicht mehr aus der Landschaft großer Industriekonzerne, so Kaeser weiter: "Unsere Hauptwettbewerber sehen wir heute eher in hochspezialisierten Unternehmen etwa aus Asien, aber auch aus den USA."

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Schicksal des Erzrivalen GE "irritierend"

Mit Blick auf den strauchelnden Rivalen General Electric sagte Kaeser, es sei "irritierend, eine Industrieikone so schnell in einer solchen Lage zu sehen". GE sei lange ein wichtiger Wettbewerber gewesen, aber die Situation habe sich gedreht.

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Kaeser verteidigt wieder harte Einschnitte in der Kraftwerksparte

Zu den aktuellen Problemen im Gasturbinengeschäft sagte der Siemens-Chef, diese hätten strukturelle Ursachen, die den gesamten Markt betreffen würden. "Um das in den Griff zu bekommen, sind harte Einschnitte und Anpassungen nötig." Mehr dazu: Siemens: In der Kraftwerksparte fallen 2.900 Arbeitsplätze weg >>

(reuters/apa/red)

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