Energiewirtschaft

Siemens will im Bereich Gebäudetechnik zukaufen

Siemens will die Konkurrenz im Bereich Gebäudetechnik auch mit Übernahmen überholen. "Jeder schaut sich nach Gelegenheiten um", meint der Spartenchef dazu.

Energiewirtschaft Siemens Übernahmen

Siemens will seinen Konkurrenten im Gebäudetechnik-Geschäft auch mit Übernahmen Marktanteile abluchsen. Die Bauindustrie werde im nächsten Jahr etwa um drei Prozent wachsen, prognostizierte der Chef der Sparte Siemens Building Technologies, Matthias Rebellius, im schweizerischen Zug. "Wir wollen einen Prozentpunkt über dem Markt liegen."

Der deutsche Industriekonzern produziert Anlagen und Software, mit denen sich Heizung, Licht, Energieverbrauch oder Sicherheit in Gebäuden steuern lassen und konkurriert dabei unter anderem mit Honeywell und Johnson Controls. Die Sparte wird aus Zug gesteuert, wo Siemens ein neues, rund 250 Mio. Schweizer Franken (220,8 Mio. Euro) teures Büro- und Produktionsgebäude eröffnet.

Zum erhofften Wachstum sollen auch Zukäufe beitragen. "Jeder schaut sich nach Gelegenheiten um", sagte Rebellius. "Wir sind ein Unternehmen mit einer guten, soliden Basis, um hier und dort etwas zu ergänzen." Im Geschäftsjahr 2017/18 hatte Siemens die Gebäudetechnik erstmals seit längerem wieder mit drei kleineren Zukäufen gestärkt. Nun seien auch größere Übernahmen möglich. Sie seien aber keine Voraussetzung, um die Wachstumsziele zu erreichen, sagte Rebellius. Der Umsatz der Sparte wuchs 2017/18 (Ende September) um sechs Prozent auf 6,6 Mrd. Euro. Der Gewinn sank um vier Prozent auf 755 Mio. Euro, übertraf mit einer operativen Umsatzrendite von 11,4 Prozent aber die Zielvorgabe.

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Im April geht Siemens Building Technologies in einer großen Einheit mit dem Namen Smart Infrastructure auf, zu der unter anderem die Energiemanagement-Sparte gehören wird. Für sie hat Siemens bis zu 15 Prozent Umsatzrendite ins Auge gefasst. Smart Infrastructure mit seinen 71.000 Mitarbeitern bleibe "zentraler Teil des Kernbereichs" von Siemens, betonte Rebellius, der in der neuen Struktur als Chief Operating Officer (COO) für das Tagesgeschäft zuständig sein wird. (reuters/apa/red)

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