Kraftwerkbau

Siemens und GE warten weiter auf Milliardenaufträge im Irak

Bei Siemens könnte die stark unter Druck geratene Kraftwerksparte die Großaufträge im Irak sehr gut brauchen - aber auch bei General Electric will man sie unbedingt. Der irakische Elektrizitätsminister erklärt nun, warum die Vergabe so lange dauert.

Die geplanten Milliardenaufträge für Siemens und GE im Irak werden dem Elektrizitätsminister des Landes zufolge durch Bürokratie und fehlende Ressourcen behindert. Er habe nicht die Möglichkeit, auf die richtigen Berater zum Abschluss der Verträge zurückzugreifen, sagte Luai al-Chattib der Zeitung "Financial Times" einem Bericht zufolge.

Irakischer Minister: Die Bürokratie ist schuld - und hochkomplexe Verträge

Gegenwärtig müsse er sich auf Freiwillige verlassen "um zwischen den Zeilen dieser aufwändigen juristischen Verträge zu lesen", damit er Fehler vermeide, die sich auf künftige Generationen auswirken würden. "Die Bürokratie, die ich übernommen habe, ist ... unlogisch", zitierte die Zeitung Al-Chattib weiter.

General Electric (GE) erklärte dem Blatt zufolge, man arbeite weiter mit der Regierung in Bagdad zusammen. Siemens habe eine Stellungnahme abgelehnt.

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Beide Energie-Konzerne hatten im Oktober Absichtserklärungen mit der irakischen Regierung für Großaufträge bekanntgegeben. Konkrete Summen wurden zunächst nicht genannt. Die Aussicht auf die Aufträge hatte die Siemens-Aktie beflügelt. (reuters/apa/red)

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