Windkraftindustrie

Siemens streicht jede zweite Stelle in der Produktion für Offshore

Adwen, die Offshore-Sparte von Siemens, streicht jede zweite Stelle. Das Werk in Norddeutschland soll in Zukunft keine neuen Anlagen mehr produzieren, sondern nur mehr die bestehenden Parks warten.

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Beim Windkraftkonzern Siemens Gamesa fallen in Deutschland weitere 260 Stellen weg. In der Offshore-Sparte Adwen, die Windräder für Standorte auf hoher See herstellt, wird damit bis Ende 2020 mehr als jeder zweite der bisher 480 Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen, wie Adwen mitteilt.

Das Adwen-Werk in Bremerhaven soll künftig keine neuen Anlagen mehr produzieren, sondern nur noch das bestehende Turbinen-Portfolio warten. "Das Fehlen neuer Aufträge hat uns in diese schwierige Lage gebracht", sagte Adwen-Finanzchef Hans-Rolf Huppert. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern sollen umgehend beginnen. Zuvor hatte Adwen bereits in Stade die Produktion von Rotorblättern eingestellt.

Der Stellenabbau bei Adwen ist Teil des Umbaus von Siemens Gamesa, der im November vorgestellt worden war. Bei Gamesa selbst werden im Zuge dessen 213 von 1.900 Stellen in Deutschland gestrichen, die meisten davon in Hamburg und Bremen. Der Münchner Industriekonzern Siemens hält 59 Prozent an der in Madrid börsennotierten Siemens Gamesa. (reuters/apa/red)

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