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Siemens Österreich konzentriert sich auf Digitalisierung der Industrie

Siemens Österreich hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr umgesetzt, aber etwas weniger erwirtschaftet als im Jahr zuvor. In Zukunft soll die Digitalisierung der Fertigungs- und die Prozessindustrie noch stärker in den Mittelpunkt rücken.

Die Siemens AG Österreich hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 (per Ende September) mehr umgesetzt, aber etwas weniger verdient. Der Umsatz stieg um 6,1 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) sank um 6,8 Prozent auf 185,9 Mio. Euro. Dies geht aus der im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" erfolgten Pflichtveröffentlichung hervor.

Im Ausblick legt der Konzern seinen strategischen Schwerpunkt auf Digitalisierungslösungen für die Industrie. Durch die Digitalisierung soll die Fertigungs- und die Prozessindustrie ihre Innovationsgeschwindigkeit und Produktivität deutlich erhöhen, so das Ziel.

In Österreich gibt es mehrere Kompetenzzentren des Konzerns für Produkte, Dienstleistungen und Lösungen rund um die Digitalisierung. Mit dem Energieforschungsprojekt in Wien-Aspern soll die Expertise rund um Smart Cities gestärkt werden.

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Die Ergebnisse von Siemens AG Österreich

Bei "Siemens in Österreich" arbeiten rund 10.200 Mitarbeiter. Derzeit werden 368 Lehrlinge ausgebildet. Davon beschäftigte im strengeren Sinne die Siemens AG Österreich im abgelaufenen Geschäftsjahr durchschnittlich 7.479 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente), im Jahr davor waren es noch 7.738 Mitarbeiter. Die Differenz ergibt sich nach Unternehmensangaben hauptsächlich aus Umschichtungen: So werden etwa 300 Mitarbeiter von Siemens HealthCare nun nicht mehr dem Bereich Siemens AG Österreich zugerechnet. Die Arbeitsplätze sind also erhalten geblieben und wurden nur ausgegliedert. 

Im Geschäftsjahr 2015/16 hat die Siemens AG Österreich einen Umsatz von 2,682 Mrd. Euro erzielt, das ist ein Plus von 6,1 Prozent (Vorjahr 2,527 Mrd.). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag mit knapp 185,9 Mio. Euro um 6,8 Prozent unter jenem des Jahres davor (199,5 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss betrug 181,9 Mio. Euro, nach 193,6 Mio. Euro in der Periode davor. Der Bilanzgewinn belief sich auf 426,2 Mio. Euro, nach 436,3 Mio. Euro im Jahr davor.

Die Eigenkapitalrentabilität ist mit 19 Prozent um rund drei Prozentpunkte leicht zurück gegangen, aber weiterhin recht hoch. Die Eigenkapitalquote liegt bei rund 44 Prozent.

Alles Siemens: Wer wohin gehört

Der Siemens-Konzern mit Sitz in München hatte schon vor Monaten seine Zahlen nach der IFRS-Bilanzierungsmethode berichtet. Die Siemens AG Österreich muss nach österreichischem Gesetz ihre Zahlen nach UGB veröffentlichen.

Dabei gibt es verschiedene "Berichtskreise" zu den geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns hierzulande: Die meisten Siemens-Aktivitäten in Österreich sind in der "Siemens AG Österreich" zusammengefasst.

Darüber hinaus gibt es "Siemens in Österreich", dies umfasst auch einige in Österreich befindliche Werke, die direkt nach Deutschland berichten, zum Beispiel das Siemens-Werk in Wien-Simmering. Außerdem gibt es noch den Berichtskreis "Siemens CEE", der umfasst die Siemens AG Österreich und die Zahlen der zugeordneten mittel- und osteuropäischen Länder. (APA/red)