Bahnindustrie

Siemens Österreich gewinnt Großauftrag der Deutschen Bahn

Freiburger Regiobahnen kommen künftig aus Österreich: Das Grazer Werk von Siemens liefert 39 Regionalgarnituren an die Deutsche Bahn. Der Auftrag ist offenbar 500 Millionen Euro schwer. Die Züge sind für den Verkehr im Südwesten Deutschlands vorgesehen.

Im Bild: Die im Vorjahr auf der Innotrans vorgestellte Regionalzugplattform "Mireo".

Die Deutsche Bahn hat einen Großauftrag an Siemens Österreich vergeben. Der Hersteller liefert dem Bahnunternehmen 39 Regionalgarnituren. Die Fahrwerke kommen aus dem Siemens-Werk in Graz, wie Siemens heute gemeldet hat.

Markteintritt "innerhalb kürzester Zeit"

Der Auftrag umfasst 15 Züge der Modellplattform "Desiro" (Desiro-HC) sowie 24 Züge der Regionaltriebzugplattform Mireo, die erst kürzlich auf der weltgrößten Bahnmesse Innotrans vorgestellt wurde.

Insgesamt liefert das Werk in Graz 216 Fahrwerke der Züge. Der Auftrag beläuft sich laut einem Bericht des ORF auf 500 Millionen Euro.

Nach dem Produktlaunch der neuen Zugplattform "Mireo" sei "innerhalb kürzester Zeit der Markteintritt gelungen", sagt dazu Sabrina Soussan, die bei Siemens das Geschäft mit Hochgeschwindigkeits- und Regionalzügen sowie Lokomotiven leitet.

Die Regionalzüge fahren 160 km/h

Der Mireo ist als skalierbarer Gliederzug in Leichtbauweise konzipiert und verfügt über ein intelligentes Bordnetzmanagement, wodurch nach Angaben des Herstellers um ein Viertel weniger Energie verbraucht wird als bei den Vorgängerfahrzeugen.

Beide Regionalzüge sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt.

Die Inbetriebnahme ist für den Sommer 2020 vorgesehen. Damit will die Deutsche Bahn das Rheintal-Netz im Südwesten Deutschlands ausschließlich mit Neufahrzeugen von Siemens betreiben.

(pm)

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