Hintergrund

Siemens: Neuer Chefkontrolleur soll Digitalisierung beschleunigen

Bei Siemens übernimmt der 52-jährige Däne die Führung des Aufsichtsrats. Der ehemalige Chef von SAP soll Siemens vor allem bei der Digitalisierung der Industrie voran bringen.

Cromme geht, Snabe kommt: Von links: Jim Hagemann Snabe, Joe Kaeser, Gerhard Cromme.

Ende einer Ära: Gerhard Cromme ist nach elf Jahren im Amt nicht mehr Aufsichtsratschef von Siemens. Der 74-jährige ehemalige Chef von ThyssenKrupp hatte auf der Hauptversammlung nicht mehr für das Gremium kandidiert.

Snabe soll Digitalisierung der Industrie beschleunigen

Der Aufsichtsrat wählte wie erwartet den Dänen Jim Hagemann Snabe zum Vorsitzenden, wie Siemens mitteilt. Der 52-jährige frühere Co-Chef des Softwarekonzerns SAP soll Siemens vor allem bei der Digitalisierung der Industrie auf die Sprünge helfen.

"Der digitale Wandel ist eine enorme Chance für Siemens, stellt jedoch völlig neue Anforderungen an das Geschäft, was Kompetenzen, Innovation und die Geschwindigkeit der Veränderungen angeht", sagte Snabe.

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Cromme saß seit 2003 im Aufsichtsrat von Siemens und rückte 2007 zu dessen Vorsitzendem auf. Er führte den Münchner Konzern durch die Korruptionsaffäre, die vor allem die wichtigen Geschäfte mit öffentlichen Auftraggebern bedrohte. "Heute ist Siemens so stark wie nie. Das ist auch sein Erfolg", sagte Vorstandschef Joe Kaeser. (reuters/apa/red)

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