Mautsysteme

Siemens ITS wird zu Yunex Traffic - Verkauf zeichnet sich ab

Siemens benennt seine vor der Ausgliederung stehende Sparte für Verkehrssteuerung in Yunex Traffic um. Ein Verkauf scheint wahrscheinlich. Die Sparte gehört zur großen Bahnindustriesparte Siemens Mobility und liefert weltweit Ampelsteuerungen, Verkehrssteuerungen, Überwachungssysteme und Mautsysteme aus.

Die vor der Ausgliederung stehende Verkehrssteuerungssparte von Siemens hat einen neuen Namen: Statt als Intelligent Traffic Systems (ITS) firmiert sie ab sofort als Yunex Traffic, wie der deutsche Technologiekonzern mitteilte. "Als eigenständige Gesellschaft mit klarem Fokus kann Yunex Traffic seine Wachstumsstrategie noch besser weiterverfolgen", sagte der Chef der Siemens-Verkehrstechnik-Sparte Mobility, Michael Peter, der Nachrichtenagentur Reuters.

"Durch den neuen Namen unterstreichen wir jetzt diese Strategie." Er solle die Begriffe "Unity" und "Connection" verbinden. Yunex Traffic gehört bisher zu Peters Sparte, die jedoch vorrangig auf Bahntechnik ausgerichtet ist.

Das Unternehmen sei Weltmarktführer bei Mobilitätslösungen auf der Straße und in Städten, sagte Peter. Dazu gehören etwa Ampelsteuerungen, Verkehrsbeeinflussungs-, Überwachungs- sowie Mautsysteme, die in Ballungszentren von Berlin über Bogota bis Dubai eingesetzt werden. Künftig gehe es um eine verstärkte Digitalisierung des Verkehrsmanagements. "Die anstehende und notwendige Marktkonsolidierung wollen wir dabei aktiv mitgestalten." Yunex Traffic kommt auf einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro. Das Unternehmen habe die Rendite in den letzten acht Jahren deutlich verbessert, hieß es.

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Verkauf wahrscheinlich - neuer Konzernchef Busch will die Sparte offenbar nicht mehr

Der neue Siemens-Chef Roland Busch hatte die Ausgliederung im November angekündigt. Sie soll in 40 Ländern, in denen Yunex vertreten ist, bis spätestens September abgeschlossen sein. Ob das Unternehmen dann verkauft werden soll, lässt Siemens bisher offen, der neue Name ohne den Bestandteil "Siemens" deutet aber darauf hin. "Für alle weiteren Schritte nach dem Carve-out werden wir uns ausreichend Zeit nehmen und passende Optionen prüfen", betonte Peter. "Hier gibt es keine Eile." Insider hatten zu Reuters gesagt, der Verkaufsprozess solle noch im Sommer beginnen. (reuters/apa/red)

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