Unternehmensstrategie

Siemens fixiert Namen für die Kraftwerks- und Energie-Sparte

Kein Kunstname: Die Kraftwerks- und Energie-Sparte von Siemens, die in knapp einem Jahr an die Börse gebracht werden soll, firmiert künftig unter Siemens Energy.

Energie Siemens

Der neue Siemens-Ableger, der nächstes Jahr an die Börse soll, hat nun mit „Siemens Energy“ einen Namen. Der deutsche Konzern will im ersten Schritt maximal 49 Prozent an Siemens Energy behalten und die restlichen Anteile an die eigenen Aktionäre weiterreichen.

Siemens verzichtet damit auf einen Kunstnamen für die Sparte. Siemens Healthineers als Name für die seit Anfang 2018 börsennotierte Medizintechnik-Sparte war teilweise auf Befremden gestoßen. Auch die Belegschaft hatte sich an der Namensfindung beteiligt: "Ich finde es großartig, dass der neue Name auch der Favorit unserer Mitarbeiter ist", sagte der designierte Vorstandschef des neuen Unternehmens, Michael Sen.

Siemens Energy gilt mit einem Umsatz von 27 Milliarden Euro und 88.000 Mitarbeitern als sicherer Kandidat für den deutschen Leitindex Dax. Intern war der abgespaltene Siemens-Teil bis zuletzt unter dem Schlagwort "Powerhouse" geführt worden. Als Firmenname kam das aber nicht in Frage. "Der neue Name gibt den Kunden auch ein sicheres Gefühl, da er prägnant und deutlich vermittelt, was Siemens Energy macht und wofür das Unternehmen steht", erklärte Lisa Davis, die scheidende Co-Chefin der Sparte Gas and Power, die den Kern des künftigen Unternehmens bilden wird. Auch die 59-Prozent-Beteiligung an der Windkraft-Tochter Siemens Gamesa wird Siemens Energy zugeordnet.

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Offiziell wird der Name Siemens Energy voraussichtlich im April 2020, wenn die rechtliche Ausgliederung abgeschlossen ist. Spätestens im September 2020 soll das Unternehmen separat an der Börse gelistet sein. Offen ist weiterhin der Firmensitz. Als Favorit für die Hauptverwaltung gilt Unternehmenskreisen zufolge München. (apa/Reuters)

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