Energiewirtschaft

Siemens Energy baut ein Stromnetz für Afghanistan

Siemens Energy hat mit Afghanistan ein Abkommen zum Ausbau des Stromnetzes unterzeichnet. Aktuell bezieht das von kriegerischen Konflikten schwer gezeichnete Land den Großteil seiner Energie aus den Nachbarländern.

Siemens Energy soll die Stromversorgung in Afghanistan verbessern. Dafür unterzeichneten Vertreter der islamischen Republik und des Unternehmens eine Vereinbarung, wie Siemens Energy mitteilte. Diese sehe mehrere Phasen vor. Auch die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien solle vorangetrieben werden. Man wolle Afghanistan zur "Energie-Drehscheibe" in Zentralasien entwickeln, hieß es weiter. Konkrete Zahlen nannte das Unternehmen nicht.

"Wir werden ein Afghanistan aufbauen, in dem sich die Bürger auf zuverlässige Energie freuen können", sagte Afghanistans Präsident Ashraf Ghani während der virtuellen Abkommensunterzeichnung.

Afghanistan bezieht einen Großteil der Energie aus den Nachbarländern Usbekistan, Turkmenistan und Iran. Immer wieder gibt es Stromausfälle in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Auch das Stromnetz wird regelmäßig von Extremisten durch Anschläge beschädigt. Das Nachbarland Tadschikistan hatte Stromexporte im Juli eingestellt. Nur etwa ein Drittel der Landesbewohner hat Zugang zu Strom. (dpa/apa/red)